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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
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6. Min joch daz ist senfte.

in dem lüfte, also tut die sele in Grotte. W arna ist nu dis joch süsse, dis ziehenund dis tragen? Niemanne wanne den menschen die sich haut gekert, irantlitz, ir gemüte, ir werg von allen creaturen. Die sele ist relit ein mittelzwüschent zit und ewikeit; kert sich zu der zit, so vergisset der

5 ewekeit; und werdent ir die ding verre und dannan abe, sint kleine, alsodas man verre siht, das schinet kleine, und daz nohe ist, daz sehinet gros,wenne es liet wenig mittels; also die sunne, wie daz sechtzig werbe merresi danne alles ertlich, der ein beckin mit wasser neme zu summer do diesunne hohe an dem himmel stat, und leite darin einen kleinen Spiegel, darinne

10 ersehine die grosse sunne alzümole und schine kume als ein kleine bodem; undwie kleine ouch daz mittel si daz derzwüschent dem kleinen spiegel und dergrossen sunnen kerne, daz neme dem spiegel daz bilde der grossen sunnenzümole. Also rehte also ist es umbe den menschen der das mittel geleit het,es si waz daz si oder wie kleine daz si, das er in disen grünt nit kan

15 gesehen, one allen zwifel, daz selbe mittel benimmet ime daz sich das grossegut daz Got ist, in dem spiegel sinre seien mit erbilden mag. Las, wie edelund wie luter die bilde sint, alle machent mittel des unverbildeten bildesdaz Got ist. Weliche sele in der sich die sunne erspiegeln sol, die müs blossin und gefriget von allen bilden, wanne wo einige bilde sich in dem spiegel

20 wiset, do wurt des bildes vermittelt. Alle di cliser blosheit nit war nement,daz sich diser verborgen grünt nüt mag erdecken noch erbilden, di sint alleküchin dirnen, und den ist dis joch bitter. Und wer nie darin gesaeh noch disgrundes nie gesmachte, daz ist ein offen zeichen, sprach Origenes, das erewiclich des niemer sulle gesmacken noch enbissen. Welich mensche das doch

25 nüt zu dem minsten einest an dem tage sich in erkert in den grünt, doch nochsime vermügende, der enlebet nit also ein recht cristen mensche. Aber diediseme rument und sich ime müssigent und bilde abelegent, daz sich die sunnedrin mag ergiessen, den ist daz joch Gottes über honig und über allen densmag süsse, und unsmeglich und bitter als daz das nit enist, ja alle die die dis\ 30 ie gesmahtent, den ist alle dise weit ein bitter galle, wanne wo dis gesmacketist, diser edel grünt, da trucket er und zühet so sere, es zühet daz marg uzden bemen und daz blüt uz den ädern. Und wo sich dis bilde in der worheithat erbildet, do verlöschent alle bilde in schedelicher wisen. Dannan vonhmderent dich die ding, sint waz kunne sint, daz ist daz du mit den

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1. W eme] Wenne F. 2. und f. F. 3. ir wergj in wert F. 4. sich nu z. 91.5. a. gar k. 91. a. alles d. 6. d. das m. 91. d. do n. Ol. 7. h. gar w. 91. d. grossi

_;!; 7"«, /', ,. , °' B< so sf h ' 10 - l>odou 91. 14. oder - si f. 91. 16. dazist f. m. 18. Welicher sich in der svnne e. (auf Bamr) F. 20. wisent 91. des] dis F.21. endecken F. 22. dis] das 88. 25. t. nvt in enkert F. 27. diseme] disen dingen 91.29. u. ouch unsm. 91. das] dis F. am moette die f. F. 30. ie f. SS. 82f. w. abe h. F.34. k. s. denne s. d. 1. 91. 84 f. d. dingen h. F.