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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
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1. Von drien geburten. "

alsus blibet er inne und get uz und-get wider in. Darumbe sint alle uzgengeumb die widergenge, darumb ist des himels louf alre edelste und volkomenste,wan er alre eigenlicheste wider in sinen Ursprung und in sinen begin get, doer uzging; alsus ist des menschen louf alre edelste und aller volkomenste,wan er aller eigenlichest wider in sinen Ursprung get. Nu die eigenschaft 5die der himeJsrhe vatter hat an sime ingange und an sime uzgange, dieeigenschaft" so4 ouch dei mensche an ime haben der ein geistliche müter wilwerden diser göttelichen geburt, er sol alzümole in sich gon und denneusser sich gon. Also wie? Die sele hat drie edele krefte, in den istein wor bilde' der heiigen drivaltikeit, gehugnisse, verstentnisse und frige wille, 10und durch dise kreften^so- ist Götz griffig und enpfenglich, daz alles desenpfenglich mag werden *daz Got ist und hat und geben mag, und ist übermitzdis sehende in ewikeit, wan die sele ist geschaffen zwüschent zit und ewikeit,Nu mit, irem obersten teile so gehört in ewikeit, und mit inne nidersten teileso gehört in die zit, mit iren simelichen vihelichen kreften. Nu ist die sele 15bede mit iren obersten und nidersten kreften uzgelouifen in die zit und in diezitlichen ding, umb die sipschaft die die obersten zu den nidersten hant; so istder louf ir sere geringe und bereit uzzülouffende in die sinnelichen ding undenget der ewikeit. Entruwen, es müs von not ein widerlouf geschehen, sol disegeburt geborn werden, do müs ein kreftig inker geschehen, ein inholen, ein 20inneweudig versamenen aller krefte, der nidersten und der obersten, und do solVerden ein vereinunge von aller zerströwunge, also alle vereinte ding sintki'eftiper: alse ein schütze ein zil wil eben treffen, so tut er ein ouge zu, dasdtfö r/ ander deste nauwer sehe; der ein ding wil tiefe mercken, der tut alle sinesinne darzü und twinget sine sinne uf ein in die sele, do uz sint geflossen, 25als alle die zwige kumment uz dem stamme des bömes, als alle die krefteversamment sint, sinnelichen und günlichen und bewegelichen krefte, in dieobersten, in den grünt, dis ist der ingang. Denne sol do geschehen ein uzgang,jo ein Übergang usser ime selber und über in, do süllent wir verlöugenen alleneigenschaft wellens und begerens und würckens, denne do sol bliben ein blos 30lüter meinen Gottes, und des sinen nüt eigens in dekeiner wise zu sinde oderzu weidende oder zu gewinnende, denne allein zu sinde und ime stat zugebende uf daz höhste und uf daz nehste, das er sins Werkes und sinregeburt in dir bekummen müge und von dir des ungehindert werde. Wanwenne zwei süllent eins werden, so müs sich daz eine halten lidende und daz 35ander würckende; sol min ouge enpfohen die bilde in der want oder waz essehen sol, so müs es an ime selber blos sin aller bilde, wan hette es ein

2. zu widergenge] 'üorrig.: wider ingenge' [88]. zu volkomenstej 'Beigcschr.: inden creaturen' [88]. 8. zu sich] 'Corrig.: im' [88]. 10. zu gehugnisse] 'üorrig.: gedeht-nifse' [88]. 12. übermitz] durch 88. 24. genauwer 88.