Druckschrift 
Die poetische Bearbeitung des Buches Daniel : aus der Stuttgarter Handschrift
Entstehung
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Hy hebe an unde lis!Dis buch heyset Danielis.

flraj Aller engel wunne,

Der wisheit ein tief brunne,5 Ich armer zu dir vlilie,In die schule ich zihe,Der du hcester meister bist,Got herre min, der da istVon dem vater entsprozzen,

10 In Marien gegozzen

Mit des heiligen geistes vluzGar ane menlichen schuz,Und ane swere geborn.Wand du hast des vater zorn

15 Hin geleit in grozer listMit der martyr mittewist,Des lobe wir in sinnenDich, herre, uz und innen,Daz du uns so meisterlich

20 Kanst leren, darumme ichZu diner schule kume.Min sinne mir verdrumeIn den werltlichen sachen!Gerüche mich zu machen

25 Kunstic unde wisheit vol,Daz ich dir zu prise wolDiz buch gemachen muge

Zu dutsche, daz ez tugeDer werlde wol zu lere!

30 Dir geb ich, herre, ere,Wand du ez alleine hastGemachet, und ich, din gast,Zu eren den beschribenDie da mit strit vertriben

35 Haben uz Pruzen landeAbgote mancherhandeMit ritterlichem swerte.So lange ez do werteDaz der geloube bluet,

40 In deme lande gluetOuch gotliche Caritas,Die bevor e nicht enwas,Von den gütlichen heren.Ir heil sich immer meren

45 Sal, in der werlde cluse.Von deme dutsche huseNennet man sie eigenlich.Herre Got, du zu en sichUnd gib en ewic wesin!

50 Vertrib der sunden vesenll">] Von en hie uf der erden!Laz sie dort mit den werdenIn himelriche leben!

Nu wil ich vurbaz eben

55 Uch allen bitten daz ir

1 /. nach K; S hat statt dessen nur die roteÜberschrift prologus.

3. Init. A umfaßt 10 Zeilen und ist prächtigausgemalt.

4. ein] e korr. lief auf Rasur.8. Got h're min auf Rasur?

Deutsche Texte des Mittelalters XIX.

11 f. 'vernichte meinen Sinn in weltlichenDingen.'25. vn.

30. geb] nach b Rasur.35. Punkt nach Haben.50. der] den K.

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