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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
Entstehung
Seite
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126noch eine Eskadron nebst dem General Traver, nunmeh-rigen Chefs der bergischen Kavallerie, auf dem Schlacht-felde an. Am Abend dieses ewig denkwürdigen Tageszogen sich die Lanziers auf Befehl durch das Dorf Con-newitz zurück, wobei sie von den Oestreichern, welche hin-ter Mauern und Zäunen versteckt waren, durch klein Ge-wehrfeuer beschossen wurden und bedeutenden Verlust erlit-ten. Hier fielen der Kapitain Olivier, die LieutenantsHard, Dappermann, Heppe und Brüning; ver-wundet wurden die Kapitains Jobard und Brockhoff,der Adjutant=Major Hutmacher, die Lieutenants von Ha-gens, Oberstadt, Thribeaut und Nerkes. Den 19.Morgens rückten die Lanziers, etwa 500 Mann stark, un-ter von Toll in Leipzig ein. Der Prinz Ponia-towsky führte uns zweimal persönlich gegen die stark an-rückenden Feinde an, sah sich jedoch jedesmal mit bedeu-tendem Verluste zurückgeschlagen; beim zweiten Angriffwurde unglücklicher Weise die Brücke über die Elster ge-sprengt! Der Prinz selbst, mehrere Offiziere und viele Lan-ziers fanden ihren Tod in den Wellen; Der größte Theilder Uebrigen nebst aller Bagage und der Kasse fielen in dieHände der Sieger. Nur sehr wenigen gelang es, sich durchSchwimmen zu retten und die steilen Ufer zu gewinnen.Die Unberittenen und Verwundeten hatten vor Spren-gung der Brücke bereits Leipzig verlassen und warenauf verschiedenen Wegen der Heimath zugeeilt. Die 15.Compagnie aber, unter Major Rennard, hatte sich wäh-