96die Garde des Großherzogs und blieben stets um ihn, solange er an der Spitze der Armee in Spanien stand.Die beiden andern Kompagnien blieben, da sie zum Theilnoch unberitten waren, in Bayonne zurück. Als derGroßherzog zum König von Neapel ernannt ward,wurde es den 4 Kompagnien freigestellt, ob sie mit nachNeapel gehen oder der Kaiser=Garde einverleibt sein woll-ten. Fast sämmtliche Offiziere und ein Theil der Mann-schaften wählten das erstere; mehrere wurden den Garde-Chasseurs einverleibt und der Rest ging, jeder Einzelnemit Avancement, zum Depot nach Münster in die Hei-math zurück. Aus diesem Reste wurde nun mit Beihülfeder Conscription wieder ein Regiment nach Art der fran-zösischen Chasseurs formirt. Die Uniform war grün mitkarmoisinrothen Aufschlägen; die Herren Offiziere hattenBärenmützen, doch die Gardezahlung hörte auf.Kommandeur dieses Regiments wurde der OberstGraf von Goltstein. Im Monat Februar 1809 wardie Elite und 5. Kompagnie (1 Eskradron) so weit aus-gebildet, daß sie unter dem Befehl des Eskadrons=ChefRenard aus ihrer Garnison Münster abmarschirenkonnte. Sie begab sich direct nach Paris, wo sie beider Ankunft die Revue des Kaisers passirte und dann nachVersailles ging, um die übrigen Eskadrons abzuwarten.Die 2. und 6. Kompagnie (2. Eskadrons) trafen ebenfallsgegen Ende März daselbst ein. Als die Kriegserklärunggegen Oestreich erfolgte, erhielten die beiden Eskadrons
Druckschrift
Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
Entstehung
Seite
96
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten