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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
Entstehung
Seite
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65die Brücke über die Berezina passirt, und waren demSchicksal ihrer Mit=Kameraden glücklich entgangen.Gegen Mittag stürzte Wittgenstein, der sich mitKutusow vereinigt hatte, auf den Uebergangspunkt. DieBergischen hatten ein kleines Gehölz, welches etwas ver-tieft lag, als Stütz= und Hauptpunkt besetzt; aus diesemmußte beständig nach allen Seiten debauchirt und dieherandrängenden Russen mit Bajonett und Kolben zurück-getrieben werden. Diese waren uns wenigstens 10fach anZahl überlegen, sie hatten Lebensmittel und Kleidung dieFülle, wir aber an allem Mangel und dennoch hielten dieWenigen das Feuer von zwei Armeen aus, ohne einenFuß breit zu weichen. Da die russischen Geschütze fort-während von allen Seiten feuerten, so wurde das Feuerderselben oft so betäubend, daß man nichts anders hören,mithin unmöglich kommandiren konnte. Alle bergischenOffiziere hatten sich mit den Gewehren der Gefallenen ver-sehen und fochten und kommandirten zugleich. So dau-erte der blutige Kampf gegen 5 Stunden fort, in welchemkein einziger Schuß aus der Entfernung geschah, sonderneiner den andern mit dem Kolben oder dem Bajonettezurücktrieb. Bei Einbruch der Nacht zogen sich die Ber-ischen auf Befehl hinter ihre Geschütze zurück, als aberdie Russen das kleine Häuflein erblickten, stürzten siesämmtlich mit einem Hurrah aus ihrem Walde hervor.Kaum waren sie indeß in der Nähe des Geschützes, soschmetterte dieses so fürchterlich unter die Massen, daß ein