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Abendmahlsbüchlein für evangelische Communicanten
Entstehung
Seite
78
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78und Sammlung des Gemüths, damit ihr Segenmir bleibe. Ich blicke zum Herrn, daß Er selbstmein Herz in Seine Aufsicht nehme und es heiligein guten Gedanken, will aber auch alle unnöthigeZerstreuung meiden, und mich bewahren, daß michder Arge nicht antaste.Wenn unter dem Abendmahlsgenuß selige Ge-fühle Seines Naheseins und Friedens mich durch-drangen, so sei Ihm Preis und Lob dafür. SolcheWonnen, die Er schon hier im Pilgerlauf uns zuschmecken gibt, sind Erstlinge und Vorgeschmack dessenwas einst unsre Seele genießen wird bei Ihm.Jetzt kann ich auf diesem Tabor noch nicht Hüttenbauen, jetzt noch nicht dauernd verweilen in dieserSeligkeit, sondern in die Geschäfte und Unruhe desarmen Erdenlebens geht mein Weg noch zurück;und es ist mir beschieden, im Glauben zu wandeln,und nicht im Schauen und Genießen. Aber dasGenießen und Schmecken ist auch die Hauptsachenicht, sondern das Haben und Besitzen; und daßich Christum und Sein Heil habe, daß Er meinTheil ist, dessen bin ich freudig gewiß, und Erselbst hat mir solches auf's Neue kräftig versiegelt.Hätte ich dann auch wenig Empfindung beim Abend-mahlsgenuß gehabt, ja, wäre selbst Störendes inden heiligen Augenblicken meinem Gemüthe nahge-kommen, ich habe das Bundesmahl selbst dochgenossen, habe die Pfänder Seiner ewigen Erbar-mung und Treue doch empfangen, und daran sollmein Glaube sich halten.O wie reich bin ich begnadigt worden. Esist Alles euer, sagt der Apostel, ihr aber seid