77dig und von großer Güte! Du handelst nicht mituns nach unsern Sünden, und vergiltst uns nichtnach unserer Missethat. Denn so hoch der Himmelüber der Erde ist, lässest Du Deine Gnade waltenüber die, so Dich fürchten; so fern der Morgen istvom Abend, also weit thust Du unsere Uebertretungvon uns. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmet,so erbarmest Du Dich, Herr, über die, so Dichfürchten. Der Du auch Deines eignen Sohnesnicht verschonet, sondern Ihn für uns Alle dahin-gegeben hast, — wie solltest Du uns mit Ihmnicht Alles schenken! Darin beweisest Du, Gott,Deine Liebe gegen uns, daß Christus für uns ge-storben ist, da wir noch Sünder waren; so werdenwir vielmehr durch Ihn behalten werden vor demZorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht wordensind. Denn so wir Dir versöhnet sind durch denTod Deines Sohnes, da wir noch Feinde waren,vielmehr werden wir selig werden durch Sein Leben,nachdem wir Dir versöhnet sind. Darum soll meinMund und Herz Dein Lob verkündigen, von nunan bis in Ewigkeit! Amen.Betrachtungder empfangenen Gnade und Gabe.So habe ich das heilige Bundesmahl denngenossen und die himmlische Gabe aus der Handmeines Heilandes empfangen. Ich bedarf und be-gehre aber, auch nach der heiligen Feier, der Stille
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