34des Apostels mit allen Christen aufgefordert. DieKirche gibt mir durch die öffentliche Vorbereitungs-feier schon Anleitung dazu. Um alle Aergernissevon diesem Heiligthum fern zu halten, um — diees bedürfen, vor unwürdigem Genuß warnen, odersie vermahnen zu können, stellen sich die Abend-mahlsgäste den Vorstehern der Gemeinde dar. Gernunterwerfe ich mich auch dieser kirchlichen Zuchtund Ordnung, und bitte Gott, daß Alle, die mitmir das heil. Abendmahl empfangen, nicht blos vorMenschenaugen, sondern auch vor den Augen desHerrn selbst als seine würdigen Tischgenossen undGäste erscheinen mögen.Demnächst wird mir in dem Hause des Herrnvorgehalten, wie ich mich prüfen und erforschensoll. Ich bekenne dort meine Sünde, bekenne, daßsie mir leid ist und ich darüber Gnade und Verge-bung begehre. Ich bezeuge dort meinen Glaubenan den Herrn Jesum, in welchem ich zu diesemAbendmahl hinzunahen will: ich bekenne, daß ichvon Herzen begehre und den Vorsatz habe, derSünde abzusagen und dem Herrn in Heiligkeit undGerechtigkeit zu dienen. Auf solch Bekenntniß wirdmir und meinen Mitchristen im Namen des Herrndie Vergebung und Lossprechung von allen Sündenfeierlich verkündigt und zugesichert. — Diese Abso-lution ist ungemein tröstlich, da sie auf das Evan-gelium sich gründet, und ich gewiß sein kann, daß,was nach diesem Evangelio auf Erden entbundenwird, auch im Himmel entbunden ist. Ich darfund kann sie als gewisse unzweifelhafte Wahrheitannehmen, wenn anders das, was ich mit dem
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