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Abendmahlsbüchlein für evangelische Communicanten
Entstehung
Seite
17
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17der die Gottlosen gerecht macht; wie manches sor-genvolle Gemüth hier gelernt haben, alle Sorgenauf Ihn werfen und dem Vaterherzen Dessen ver-trauen, der mit Jesu uns Alles schenken will;hier hat schon oft eine verborgene Uebergabe desHerzens an Jesum statt gefunden, die der Anfangeines neuen Lebens war; hier hat mancher Abge-wichene seinen Bund mit Gott erneut und den Wegzu seinem Throne wieder gefunden; und wie Vielenist es selbst noch ein Labsal gewesen für ihren Gangdurchs finstere Todesthal. Mit den heiligsten Thrä-nen ist diese seine Gnadentafel genetzt, durch dietiefsten, demüthigsten und aufrichtigsten Bekenntnisseund Vorsätze, durch die heißesten, innigsten Gebetegeheiligt, und durch die brünstigsten Lobgesängeund Anbetungen geretteter Seelen verherrlicht! Woist ein ähnliches Heiligthum auf der ganzen Erdezu finden!Und ich habe als evangelischer Christ den gro-ßen Vorzug, dieses heilige Mahl ganz so zu em-pfangen, wie es Christus verordnet hat. Einemgroßen Theil der Christenheit ist es verstümmelt;meine Vorfahren haben durch viel Noth und Kreuznach blutigen Kriegen erst das Recht zum unver-kümmerten Genuß des heiligen Mahles wieder er-langt. Jetzt es nicht zu nutzen, jetzt nicht daranTheil zu nehmen, wäre der schwärzeste Undankgegen Gott und Menschen. Mich hat herzlichverlangt, dies Osterlamm mit euch zu essen, sagteJesus zu seinen Jüngern. Sollte mich nicht ver-langen, es mit Ihm, ja Ihn selbst in diesem seinemAbendmahl zu genießen? Wen da dürstet der kom-