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Abendmahlsbüchlein für evangelische Communicanten
Entstehung
Seite
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11bedarf, an Kraft und Ermunterung zum Wandelauf dem schmalen Wege, an Stärkung meines Glau-bens, an Heiligung meines Lebens, an Befestigungmeiner ewigen Hoffnung, hier ist die Gnaden-tafel, da Er es mir darreichen will. Und ich bin vielhülfsbedürftiger und mir mangelt dem innern Lebennach viel mehr, als ich mir selbst bewußt bin.Sollte ich denn dieſe gnadenreiche Einladung mei-nes Heilandes verschmähen? sollte ich nicht kommen,da Er selbst mich kommen heißtWohl weiß ich, daß ich auch sonst seinem Gna-denthrone nahen, meine Sünden ihm bekennen,meine Bedürfnisse ihm aussprechen darf und kann,und daß Er das Verlangen der Elenden allenthalbenhört und erhört, wohl empfange ich dann oft undreichlich die Gaben seiner Gnade; aber darum darfich ja nicht meinen, als wäre mir's nicht nöthig,zu seinem Abendmahl zu gehen. Mir sagt schondas Wort Gottes:Wo ich meines Namens Ge-dächtniß stiften werde, da will ich zu dir kommenund dich segnen. So darf ich also nach dieserVerheißung hier vorzugsweise einen Segen erwarten,wo Jesus selbst ein solches Gedächtniß seines Na-mens und seiner Sünderliebe gestiftet hat. Undes wäre nicht kindlich von mir gehandelt, nicht imGeiste des demüthigen Gehorsams, wenn ich durchdie Thüre, die mir Jesus hier zu seiner Gnadeaufthut, nicht eingehen wollte. Jesus hätte jenenBlinden auch heilen können, ohne ihm Koth aufdie Augen zu legen und ihn zum Teiche Siloahgehen zu heißen; Gott hätte Naeman den Syrerauch können von seinem Aussatz reinigen ohne das