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1 (1924) Das Leben
Entstehung
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DAS GROSSE GESETZ DER LIEBE 4 7 5

zurück, weil du es nicht willst. Und so bleibe ich dennstehen, wo du mich hingestellt hast, und nur um eines bitte ichdich. Die Gegner behaupten, du seiest nicht mit mir. O Gott,nicht um Gold, nicht um Silber, nicht um Frieden, nicht umRuhe flehe ich dich an. Nur darum bitte ich dich sei mit mir,sende mir Licht, verleihe mir Gnade, auf daß ich sehe! Bestärkein mir das übernatürliche Licht, auf daß ich die künftigen undgeheimen Dinge erkenne und weder mich selbst noch dieses Volktäusche, wie ich es ja auch niemals noch täuschte. Und auchdarum bitte ich dich, du mögest nunmehr eine neue Zeit begin- ,nen, der^heutige Tag sei der Anfang großer Dinge! Lege Handan, o Herr, an neue Dinge und an größere, als du sie je gewirkt!Ich sage euch: eine glorreichere Zeit war niemals und nie eineglücklichere als gegenwärtig, denn glorreiche und große Dingewollen wir wirken, und Gott wird uns beistehen. Wir haben dasSchlachtfeld betreten und wollen kämpfen und siegen um jedenPreis. Der Teufel führt bereits seine Armee herbei, um mit Bann-flüchen und Klagen Unheil zu stiften, und Gott läßt es zu. Aberhabt darob keine Angst, denn die Exkommunikation ist nichtgültig. Der Obere ist nur ein Werkzeug, eine Säge, in Gottes tHand. Von Haus aus sind alle Menschen gleich. Nur als Werk-zeug Gottes hat der Obere eine Gewalt über die Untergebenen; y^~r^~~>h,sobald er sich von Gottes Hand nicht mehr leiten läßt, hat er keinVorrecht vor anderen mehr, er ist altes Eisen (ferro rotto) wieeine unnütze Säge. Wie kann man es nun aber wissen, ob sichder Obere von Gott leiten läßt oder nicht? Gott liebt das recht-schaffene Leben und das Gemeinwohl. Sobald also der Obere mitseinen Befehlen dem rechtschaffenen Leben und dem Gemein

wohle zuwiderhandelt, hat er aufgehört, Werkzeug in der HandGottes zu sein, und ist altes Eisen geworden. So verhält es sichnun aber mit diesem Banne, denn jedes Kind weiß, worauf es o~ v Vden Leuten ankam, die ihn besorgten, und daß sie nichts anderesim Sinne hatten als die Untergrabung des christlichen Lebensund des Gemeinwohls. Die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes.Wer gegen die Liebe befiehlt, der ist von Gott exkommuniziert.Selbst wenn es ein Engel, wenn es alle Heiligen und die seligsteJungfrau wären- wenn sie ein Gebot gegen die Liebe gäben, sowären sie exkommuniziert. Alle Geschöpfe sind dem einen Ge-setze der Liebe unterworfen, und darum muß jedermann lieber

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