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1 (1924) Das Leben
Entstehung
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450 DER HOCHVERRATSPROZESS

Todesurteil über die erwähnten fünf Hauptangeklagten; nurwenige begnügten sich mit der allgemeinen Erklärung, man müsseder Gerechtigkeit ihren Lauf lassen, ohne ausdrücklich die Todes-strafe zu fordern 12 . Die Verurteilten legten nun Berufung an dengroßen Rat ein und betrauten G. A. Vespucci, den hervorragend-sten Rechtsgelehrten der. Stadt, mit der Vertretung ihrer Sache.Eine beispiellose Aufregung bemächtigte sich der gesamten Bür-gerschaft. Aufs leidenschaftlichste stritt man darüber, ob mander Berufung stattgeben solle oder nicht, denn bei dem zahl-reichen und mächtigen Anhange der Verhafteten durfte man voneiner Verhandlung im großen Rate einen Freispruch erwarten, derauf eine Wiederherstellung Peters hinauslief 3 . Die Stimmung desVolkes war einer Berufung nicht günstig 1 ". Gegen eine solchemachte man geltend, bei offenkundigen Verbrechen des Hochver-rates bedürfe es keiner Berufung; sie gewähren, hieße nichts an-deres, als die Gerechtigkeit den Verwandten und Freunden derBeklagten ausliefern und dem Tyrannen, der ohnehin schon inSiena stehe, die Tore der Stadt öffnen. Zu ihren Gunsten führteman an, das Volk, im großen Rate verkörpert, habe als obersterHerr und Richter das letzte Wort namentlich bei unwiderruflichenEntscheidungen, so besonders wenn das Leben von Bürgern aufdem Spiele stehe, zu sprechen; sei die Berufung selbst in solchenFällen, in denen man sie am allernötigsten habe, nicht zulässig,so habe sie überhaupt keinen Wert 15 . Am 21. August fand dieletzte Beratung statt, die stürmisch verlief. Die Frateschen warendie heftigsten Gegner der Berufung. Einige ließen sich so weitfortreißen, daß sie den Fürsprechern drohten, sie aus den Fen-stern zu werfen und ihre Häuser in Brand zu stecken 18 . FranzValori, von unauslöschlichem Hasse gegen Peter Medici erfüllt,hatte den Angeklagten den Tod geschworen 17 und erklärte gerade-zu, entweder müßten sie sterben oder er selbst. Da nun zu allemUnglücke während der Sitzung Briefe aus Mailand und Rom mitwarmen Empfehlungen für die Verurteilten einliefen, so daß esschien, als maßten sich fremde Herrscher eine Einmischung indie inneren Angelegenheiten der Stadt an, so war das Schicksalder fünf Verurteilten entschieden 18 . Das Todesurteil vom17. August wurde bestätigt 19 , während die übrigen Angeklagtenmit gelinden Strafen davonkamen, da man nicht so viel Fleischauf einmal dem Feuer überliefern wollte 20 . Die Hinrichtung