Druckschrift 
Trauerrede von Militair-Pfarrer Lampenscherf, gehalten bei der feierlichen Beerdigung des bei dem bedauerlichen Vorfalle am 14. August d. J. zu Düsseldorf gefallenen Füsiliers des 13. Inf.-Regiments Wilhelm Feldmann
Entstehung
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Ruhe und Wohlfahrt, für euren Frieden, für euer und ihrVaterland gegen den äußern Feind in den Kampf und in denTod zu gehen? Kehren sie nicht nach kurzer Dienstzeit wiederzurück in's Bürgerhaus und bleiben, was sie sind und waren,Bürger mit uns unter demselben Gesetze, derselben Pflicht,demselben Fürsten? Und diese Vaterlandssöhne sollten gegendas, was ihre Väter erstreben, wofür ihre Brüder sich be-geistern, was ihre Mütter und Schwestern in heißem Ge-bete erflehen, was sie selbst beglückt, sollten gegen Landes-wohl und Bürgerheil sich erheben? Nimmermehr. Aber,wo dieses Wohl und dieses Glück durch Umsturz alles Be-stehenden, durch Auflehnen gegen Ordnung und Gesetz, durchAnfeindung der Einrichtungen und Personen, die Allen werthund theuer sein müssen, wo sie durch schnöde Verhöhnungunsrer weltbeglückenden heiligen Religion gefährdet werden: dastehen diese bewaffneten Vaterlandssöhne in schönem undheiligem Bunde mit allen wohldenkenden und wohlgesinntenBürgern — und dazu kann auch jetzt noch die bei Weitemgrößere Mehrzahl der Einwohnerschaft Düsseldorf's mitvollem Rechte gezählt werden — wie eine feste Mauer solchunheilvollem Treiben entgegen, stehen mit ihrem Leben einfür die bedrohte Ruhe, den gefährdeten Bürgerfrieden.Das ist der Geist, der wie lebendig und wirksam beiallen braven und rechtlichen Bürgern, auch im Heere herrscht;eine Gesinnung, gebilligt und sanctionirt, oder vielmehrhervorgerufen und gefestigt durch unser heiliges Evangelium,das da gebietet, Gott zu fürchten, den König zu ehren undUnterthan zu sein jedweder Obrigkeit. Wovon Alle durch-drungen sind, das lebt auch im Einzelnen, das war auchkräftig und wirksam in unserm verstorbenen Kameraden.Der arme Sohn einer armen Wittwe war er dennoch willigund freudig gekommen zur Uebung im Führen der Waffenund den andern militärischen Diensten, war bereit, so dieunsre Wohlfahrt und unsern Frieden bedrohende Kriegsfackel