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Trauerrede von Militair-Pfarrer Lampenscherf, gehalten bei der feierlichen Beerdigung des bei dem bedauerlichen Vorfalle am 14. August d. J. zu Düsseldorf gefallenen Füsiliers des 13. Inf.-Regiments Wilhelm Feldmann
Entstehung
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Ehre nicht zu Schanden werden ließ, ist nicht gegen Landes-wohl und Bürgerglück! Eine Armee, die für Deutschland'sFreiheit sich geschlagen und ihre edelsten Glieder zum Opfergebracht hat zu einer Zeit, wo andere deutsche Truppen nochin den Reihen der Unterdrücker Deutschland's standen; eineArmee, die vor allen Deutschen den Ruhm hat, den gewal-tigen Heerführer des 19. Jahrhunderts, den mächtigenFeind deutscher Einheit und Kraft besiegt und ihm denTodesstoß gegeben zu haben; eine Armee, deren Schwerdt,geschmiedet in den Jahren 1813—1815, dem Rost einesdrei= und dreißigjährigen Friedens widerstanden und sich inden letzten Tagen noch in Schleswig fleckenrein und haar-scharf gezeigt hat; eine Armee, die mit einer unvertilgbarenLiebe und hohen Begeisterung an ihrem Könige hängt, einemKönige, der schon vor Jahren die Zusicherung gegeben, daßSein ganzes Heer zum Schutze des deutschen Bundes diene,ein solches Heer kann kühn vor Deutschlands und seiner wahrenBürger Richterstuhl mit der Anfrage treten, ob es ihm andeutscher Gesinnung und deutscher Thatkraft gebreche? DieArmee weiß es, daß eine immer steigende Veränderung und Ent-wicklung, wie aller Völker, so auch des Deutschen, die Sacheund das Werk und der Wille des Weltregierers, des all-mächtigen Gottes ist, sie weiß es, daß Landeswohl undBürgerglück nur durch christliche Gesinnung und das in ihrwurzelnde gegenseitige Vertrauen, nur durch Eintracht undchristliche Bruderliebe gewahrt und gefestigt werden könne.Und gegen Landeswohl und Bürgerglück soll diese Armeegleichgültig sein, oder gar feindselig sich erheben? Wersind sie denn, die Soldaten dieser Armee? etwa Söldlingegekommen aus fremdem Lande, dienend für fremdes Geld,gehorchend einem fremden Fürsten? Oder sind sie nicht viel-mehr wie wir Alle, Landeskinder und Bürgersöhne, die nurein anderes Kleid, ein Ehrenkleid, tragen zum Zeichen, daßsie jeden Augenblick bereit sind, für euch, Bürger, für eure