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2 (1862) Nachrichten seit der französischen Occupation bis auf unsere Zeit in chronologischer Ordnung
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55Nachtrag.Verheerungen im J. 1391.(Zu Theil I, S. 92.)„Anno D. 1391 Dinxtages na Bartholemaci schepede GrafEngelbert thor Marke mit synen. Fründen over Rhin und lachin dem Stift Colln 9 Nacht, de erste by Ordingen de andereby Szons, de derden und veerden tuschen Colln- und Brolede vyften to Bruwilre, de sesden-und sevenden tho Friesen(Friesheim) tuschen Lechnich und Zulpte, de achteden to Fry-mesdorpe by des van Ryverschette Slott (Schloß-Did), de ne-genden nacht up dem Ryne vor Orsey. Also dat hirentbennenwardt gebrandt woll 30. Myle wegs lank, und dartho wordengedingt (mit Schatzung belegt) dat land van Tomberg, dat Landvan Nuwener, dat. land van Linne, dat land van Kampen,und dartho andere Dorpere 1).“.Aus Vorstehendem ergibt sich als gewiß, daß Graf Engel-bert von der Mark bei seinem berüchtigten Streifzuge, den er 1391:durch das churkölnische Gebiet=unternahm, auch im Lande LinuAlles niederbrannte und mit Schatzung belegte. Da Fischeln zumLande Linn gehörte, so unterliegt es keinem Zweifel, daß auchunser Ort alle diese Kriegsleiden mittragen mußte.Die Schlacht, bei Crefeld,(Zu Theil 1, S. 102.)Ueber die bei dem Siege der Alliirten über die Franzosen vonerstern eroberten Gegenstände findet sich folgende Notiz:„Zwischen Crefeld und den churkölnischen Dörfern VischelnWillig und Anraid schlugen den 23. Juni 1758 die AlliirtenVölker unter dem Herzog Ferdinand v. Braunschweig das franzö-sische Kriegsheer in die Flucht und die diesen Tag eroberten Sie-geszeichen bestünden in drey Paar Paucken, fünf Standarten, zwoFahnen und sieben Kanonen und in der Flucht wurden ihnen nochsieben andere Kanonen abgenommen1) Seibertz, Quellen der Westfälischen Geschichte. B. I. H. 1. S. 41.2) Dielhelm, Rheinischer Antiquarius. Frankfurt und Leipzig 1776, S. 832.