Im Oktober mußte Fischeln den Franzosen 100 Schaufelnund 100 Aexte und Beile liefern.Im November waren die Hand= und Spanndienste auf We-gen, sowie Fuhren nach andern Orten in vollem Gange. Umnur eins anzuführen, mußte der Besitzer des Nahrhofes in derZeit von 7 Monaten — 54 Tage lang dienstweise nach verschie-denen Orten fahren.1796.Am 18. Jan. lieh die Gemeinde 1100 Rthlr. um die „denen Franzosen entwendete Kühe“ zu bezahlen. Die Eingesessenenweigerten sich später, zu diesem Kapital, als dasselbe zurückgefor-dert wurde, beizutragen; denn da sie an dem Diebstahl keine Schuldhatten, so waren sie der Meinung, daß man die Thäter müsse zuermitteln suchen. Es entstand daher ein Prozeß und die Gläubi-ger konnten ihre Summe noch nicht zurückerhalten.Die Grundbesitzer mußten von jedem Morgen Ackerland anSteuern zahlen 5 Stüb., 10 Pf. Roggen, 3 Pf. Weizen, 18Pf. Hafer und 27 Pf. Heu 1).Um diese Zeit kämpfte der junge General NapoleonBonaparte in Italien siegreich gegen die Oestereicher.1797.Am 17. Okt. schloß Napoleon mit den Oestereichern denFrieden zu Campiformio, in welchem Frankreich die linksrhei-nischen deutschen Länder zuerkannt wurden. In Folge dessen such-ten die Franzosen ihre republikanische Regierungsform hier ein-zuführen.Am 25. Dez. wurde in der hiesigen Kirche „Freiheit undGleichheit und die französische Republick“ verkündet.1798.Den Winter hindurch war Fischeln mit Einquartirung fran-zösischer Truppen belastet.1) Papiere des Rahr Hofes.
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2 (1862) Nachrichten seit der französischen Occupation bis auf unsere Zeit in chronologischer Ordnung
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