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Das Fest der Abgeordneten von Rheinland-Westphalen gehalten zu Köln am 18. und 19. Juli 1863 : vollständiger Festbericht
Entstehung
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Nun haltet fest, was ihr erfaßt, und, wär' auch noch so schwer die Noth,dem Recht getreu bis in den Tod!Und, wär' auch noch so hart der Druck,Dem Rechte und dem Volk getreu! Der Geist der Freiheit rufet lautIch war's, der jene Burgen brach, die heut' ihr als Ruinen schaut!Ich hab' dem Mainzer Gutenberg die Waffen in die Hand gedrücktIch bin's, der als Begeist'rungsblitz durch eurer Dichter Lieder zückt!Der Völker Eintracht ist mein Werk! Ihr Männer auf dem deutschen Rhein,In's Vordertreffen führ' ich euch und meine Ritter sollt ihr sein.Dem Rechte treu und mir getreu! Euch bleibt der Sieg im ernsten StreitSo sang der Rhein, der deutsche Rhein, so sprach der Geist der neuen Zeit.Wir fuhren fröhlich fort zu Thal; die Freudenfeuer brannten lichtBefohlen war's dem Volke nicht!Am Strand und Hurrahruf erscholl.Begeist'rung wird nicht decretirt; sie blüht, wie eine Blume blüht,Geweckt vom Maiensonnenschein, hell nchtend aus dem Volksgemüth.Die Schwärmer zischten prasselnd auf, Raketen stiegen fern und nah,Und noch in später Nacht empfing uns mit Gesang Kolonia.Verboten war der Fahnen Wehn, nicht stand der Dom in FlammenzierDa bildete das treue Volk für die Vertreter ein Spalier!Wer hat gezählt die Tausende, die uns begrüßt zu Köln am StrandWie Meeresrauschen klang im Chor das Lied vom deutschen Vaterland.Ein Hoch dem Volk', dem wackren Volk! Hoch Rheinlands männlichkühn GeschlechtUnd Heil den Volksvertretern! Heil den Kämpfern für Gesetzund Recht!Emil Rittershaus.Druck von Otto Wigand in Leipzig.