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Das Fest der Abgeordneten von Rheinland-Westphalen gehalten zu Köln am 18. und 19. Juli 1863 : vollständiger Festbericht
Entstehung
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11Land meiner Väter, ich berufe dich!Keck vor dem Stuhle laß dein Banner strahlen!Wie Forst und Strom und frisch gepflügtes LandDreifarbig schimmern lassen dein Gewand,Grün, weiß und schwarz so stelle dich Westphalen!(Freiligrath.)O glaubt nicht, sie ruhe fortan bei den Todten,O glaubt nicht, sie meide fortan dies Geschlecht,Weil muthigen Sprechern das Wort man verbotenEs lebt noch die Freiheit und mit ihr das Recht!(Freiligrath.)Zu retten gilt's und aufzubaun.Doch das Gedeihen bleibet fern.Wo Liebe fehlet und VertraunUnd Eintracht zwischen Volk und Herrn.(Uhland.)Und wieder schwankt die ernste Wage,Der alte Kampf belebt sich neu:Jetzt kommen erst die rechten Tage,Wo Korn sich sondern wird von SpreuWo man den Falſchen von dem TreuenGehörig unterscheiden kann,Den Unerschrocknen von dem ScheuenDen halben von dem ganzen Mann.Den wird man für erlaucht erkennen,Der von dem Recht erleuchtet ist,Den wird man einen Ritter nennen,Der nie sein Ritterwort vergißt.Jetzt wahret, Männer, eure WürdeSteht auf zu männlichem Entscheid!Damit ihr nicht dem Land zur Bürde,Dem Ausland zum Gelächter seid.Es ist so viel schon unterhandeltEs ist gesprochen fort und fortEs ist geschrieben und gesandeltSo sprecht nun euer letztes Wort!Und kann es nicht sein Ziel erstreben,So tretet in das Volk zurück!Daß ihr vom Rechte nichts vergeben,Sei euch ein lohnend ſtolzes Glück!Erharret ruhig und bedenketDer Freiheit Morgen steigt herauf,Ein Gott ist's, der die Sonne lenket,Und unaufhaltsam ist ihr Lauf!(Uhland, den Landständen.)