102folget, der andere Sohn aber M. Erasmus, allhierPrediger zur Burg geworden ist.Allein, wie hat es ehemals um die hiesigen Geist-lichen vor der Reformation und zur Zeit des Papst-thums gestanden? Sollten sich nicht unter denenselben auch Westfälinger gefunden haben? Ja, das be-zeugen die Westfälischen Zunamen mancher ehemaligenPriester und Vicaren, welche in alten Documentenvorkamen.Denn so hat an. 1352. hier zu Lübeck gelebetJohannes von Alen, Presbyter oder Priester derin gedachtem Jahr der Kirchen S. Clement sein Meß-geräthe und blau und roth Casol (preparamenta,cum casula, ex rubro et blaveo facta) im Testamentvermacht.An. 1448. lebte Albertus von Hervorde,Vicarius zu S. Marien.An. 1449, Matthaeus von Minden, gleich-falls Vicarius zu S. Marien.An. 1511. Wieboldus von Meppen, derh. Schrift Doctor und anfänglich Lector oder Lesemeister,hernachmals aber Prior des hiesigen Burgklosters,welches dazumal Prediger=Brüder, oder Mönche Do-minicanerordens inne gehabt.Viele anderer solcher, von Westfälischen Aemternbenahmter Personen zu geschweigen, so wollen wir auchannoch etliche beibringen, an deren Westfälingischem Va-terlande gar kein Zweifel ist. Und solches sind inson-derheit verschiedene so genannte Patres des hiesigenS. Michaelis= oder Segebergischen Convents,welcher jetzt zum Waysenhause dient, vor Zeiten
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