Druckschrift 
Die Westphalen in Lübeck
Entstehung
Seite
95
Einzelbild herunterladen
 

95vnd groter Arbeidt, de sindt my vmme nein rodt Goldttho Kope. Doch na minem Dode anderen weinichder mit gedenet, hebbe se ock nicht darup gerichtetdat se in frembde hende kamen scholden; doch wennein vertruwete Frundt were, de se begerde, konde ickliden. De sindt auerst etlicke Predige, de ick up Born-holm dudesch geschreuen, de begere ick, dat se vor-brendt, oder tho Kramerhüteken gemaket werden.Anno Domini 1586, den 25. Martij ist mineherte leue frouwe Gerdrudt, nachdem ick fast negenJar im Eheſtande mit ihr geleuet, dorch den Dodtvan mi gereten, vnd bin also mit vier kleinen Kinderen,der van dat jungste 18. Wecken oldt, im elendenWidwer Stande nagebleuen.Dewile auerst mi fast beschwerlich gewesen mitfulcken minen armen kleinen Kindern, lange in sulkenWidwer Stande huß tho holden, so hebbe ich durchsunderlike Schickunge vnd Vthuorsehunge des almech-tigen vnd durch Rath vnd anforderen miner vortru-weden Freunde, mi wedder vmme ehelich ingeladen,mit der erbaren vnd dogetsamen Frouwen, AnnaOuerlacks, welcke nach Affsteruen ires Mannesvier Jar im Widwenstande geseten, vnd datsulue nichtumb ires Rickedoms willen, sunder dat ick an er einedogetsame Frouwe, vnd mine armen leuen Kindereine truwe Moder, an er hebben muchten. Derhaluenhebbe ick na neinen Brudſchatte gefraget, mi iſt ocknichtes tho gesecht oder gelauet, dennoch hefft se mi,na geholdener Kost, behendet vnd thogestellt neuestehelichem Jugendambte tügen, dat ik ock eine fryeKost don konde