67germeisters N. Brandis Enkelin, ist nach an. 1590.zu Marburg beider Rechten Doctor geworden, und ober wohl verschiedener Vocationes bekommen, als nachBraunschweig zum Syndicat und zu der Stelle einesCantzlers in Ostfrießland und der Grafschaft Olden-burg; so hat er doch dieselben ausgeschlagen und viel-mehr erwehlet Chur=Cöllnischer geheimer Rath zu seinim Stiffte Hildesheim. Es hat sich aber zugetragen,daß er in eines vornehmen Reichsfürsten Ungnade ge-fallen, weil er wider denselben als Advocatus bedientgewesen, daher er an. 1598. in gefängliche Hafft ge-rathen, worin er fast sechs Jahre beschwerlich zugebracht,auch zweimal nicht geringe Gefahr gelaufen, zum Todeverurtheilt zu werden, wovon ihn doch seine Unschuldund Beredsamkeit errettet, so daß er endlich wunder-barer Weise wieder frei geworden. Darauf ist eran. 1609. zum hiesigen Syndicat gelanget und hatsolches Amt an. 1614. den 3. Octob. mit dem Lebenabgelegt. Wie dieses alles mit mehreren erzählt wirdin einem Tractat, welchen M. Sebastianus Schwan,hiesiger Prediger zu S. Marien, unter dem Titel:„Trost=Schrift und Bericht, wegen Christ=seligen Ab-„schieds des Ehrenvesten, hochgelahrten Herrn Petri„Hagen 2c.“ an. 1617. in 4° drucken lassen. SeinEpitaphium hängt zu S. Marien, neben der Kirchthüre,da man nach dem Rathhause hinausgeht, mit folgenderAufschrift:Subsiste Spectator, et scisce, quod in hac aede,sub tumulo propinquo, lapide insigni strato, requies-cat corpus amplissimi viri, Dn. Petri Hagen, Ju-risconsulti clarissimi, qui Lippiae an. sal. clo lo LIV.
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