26Sachsen, welche sonderlich in dem Umfange des XII.Saeculi, des damaligen Wendischen Fürsten Hinrichs(Gottschalks Sohnes) gute Freunde und Bundsgenos-sen gewesen sind, und solchen Christlichen Herrn deralten Stadt Lübeck, wider seine rebellische heidnischeWenden Beistand geleistet haben. Denn davon zeugetHelmoedus*) und aus demselben unser Minoriten-Lesemeister, wann er in seiner geschriebenen Chronik(die an. 1385. zusammen gebracht worden) sich ver-nehmen läßt: „Do de Wende seghen, dat se ochter„hedden enen Christeren Heren, Hinrik, des Gosschal-„kes Sohne, do wolden se eme vordriuen; daromme„wart he sines Omes Man, Hertogen Magnus von„Sassen, da beide weren boren van twee Dochtern des„Koninghes van Denemarke. De Hertoge do em halp,„ock hulpen em de Holsten, Stormarn, Detmartzen,„de Crito vn der eme vore hadde bedwunghen, vnde„stridden wedder de Wende, by Smilowe vppe dem„Velde.“Von diesen Ausländern, die dem Fürsten Hin-rich so gute Dienste gethan, und mit ihm einerleyGlaubens gewesen, ist allerdings zu vermuthen, daß ihrerviele, an statt der ehemaligen heidnischen Wenden, zuBürgern und Einwohnern der alten Stadt Lübeckauf= und angenommen worden seyn. In folgends sindauch dieselben es gewesen, welche, nachdem die alteStadt Lübeck an. 1138. von den feindseligen Einwoh-nern der Insel Rügen verstört worden, die darauf,zwei Jahre hernach, von Graf Adolph II. zu HolsteinChron. Slavor. L. I. c. 34.
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