12Sagittarius, unter dem er vier Disputationen über dielübische Geschichte vertheidigte.Nachdem er sich in Jena 1680 die Magister=Würdeausgewonnen hatte, bezog er die Universität Rostock,woselbst er noch fleißig Theologie studirte und selbsteinen Lehrstuhl einnahm. Von Rostock ging er endlich nachLübeck und erwarb sich daselbst durch sein Examen beimSuperintendenten D. Sam. Pomar die Erlaubniß zumpredigen. Ehe er jedoch davon Gebrauch machte, reisteer über Bremen und Ostfriesland nach den Nieder-landen, wo er die berühmten Handelsstädte und Acca-demien besuchte, dann durch Flandern und Brabantüber Calais nach England und von da durch Frank-reich nach Straßburg, wo er Sebastian Schmidt'sAuslegung der h. Schrift hörte. Weihnachten 1683kam er nach Lübeck zurück und wurde 10. April 1684zum Diacon an der Marienkirche daselbst berufen, dembald die Würde eines Archidiaconus folgte. Im Jahre1706 wurde er Pastor der genannten Kirche und 1719Senior Ministerii.Melle hatte das große Glück, über 50 Jahre imAmte zu sein. Im Jahre 1734, 10. April, als seinfünfzigjähriges Jubiläum eintrat, wurde seiner Würdeund Gelehrsamkeit wegen das Fest mit großem Jubelgefeiert. Pastor Scharban hielt ihm eine FestredeNamens des Ministerii. Licentiat von Seelen schriebdafür eine Schrift: vom Schatze Jacobs. Jer. 10.16.;51. 19. und der Conrector Lange besang den Tag ineinem griechischen Gedichte. Andere Festschristen wur-den vom Pastor Bruno, Licentiat Leopold 2c. verfaßt.
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