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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
Seite
101
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101Ich fürchte nicht, daß wahr ist, was sie sagt(Der Doctor sucht seine Instrumente hervor und legt sie aufden Tisch.)Nun wollen untersuchen wir — was denn(er tritt hinter den Vorhang, während Mathilde und Hallauf der Bühne bleiben, erstere, sich das Gesicht verhüllend, ineinen Sessel siukt, an welchen Hall sich krampfhaft festhält.)Doctor Solinnander (zurück kommend).Das ist doch himmelschreiend! — Faßt euch, Kinder!Es ist der Tod — unzweifelhaft der Tod!Doch nicht rief die Natur den tiefen Schlaf — es hatVerruchte Hand, im gottverfluchten MordGestört den frischen Umlauf des gesunden,Des warmen Blukesund den schönen HalsEntstellt ein dunkler Fleck — des Mordes Zeichen;Das Gott erbarm!(Dietrich von Hall wankt, der Doctor faßt ihn.)Was ist euch, Junker Hall?Seid jetzt ein Mann!ich könnt' euch Dinge sagen!(Dietrich von Hall sinkt regungslos auf einen Stuhl, derDoctor poltert umher und tritt auf den Strick desMörders, ihn aufhebend.)Doctor Solinnander.Ha! — diese Schnur ist die verdammte Schlange,Die mörderisch den reinen Athem hemmteUnd rasch entseelte diesen schönen Körper!Dietrich von Hall (springt auf).Gebt mir den Strick! — o, Gott! — wer ihn ge-schlungenUm das geliebte Leben — strafe! — strafe!!Die fürchterliche Hand, die das gethan!!!