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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
Seite
72
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72Prinzessin Sybilla (dem Herzog das Schwerdt aus der Handnehmend.)Nicht mit dem Schwerdte ziemt es einem HerzogZu rächen seine frech befleckte EhreIhr seid der Herr, und das Gesetz wird strafen.Herzog Johann Wilhelm.Ja, ja! — Der Herr bin ich und das GesetzDer Herr und das Gesetz! — Der Herr!! — Der HerrJacobe— Manderscheid — der Junker HallUnd auch der Uphofer — der tolle Ritter!Nichtwahr, Sybilla? — alle sind — des Teufels!(Herzogin Jacobe tritt ein, einen Becher in der Hand.)Der Herzog (stürzt wüthend auf sie zu).Da seid ihr ja!(Jacobe, etwas zurücktretend, ihn ernst und ruhig ansehendreicht dem Herzoge die Hand.)Jarobe.Ich bin gekommen, weil ihr es gewünschtUnd einen Trunk bring' ich zum Nachttisch euch,Der wird euch wohlthun, lieber Herzog — nehmtIch will den Becher selber euch credenzen.(Sie nippt von dem Tranke und reicht ihn dem Herzoge)Herzog Johann Wilhelm (haftig nehmend und austrinkend.)Das hat geschmeckt! — ja — ihr seid gut Jacobe!Seht her — der gottvermaledeite KochHat eine Hostie in das Kraut gethan!Er will den Herzog — priesterlich vergiften!