Druckschrift 
Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
Seite
42
Einzelbild herunterladen
 

42Mit gleichem Eifer dienen und im KampfeSchwört man nur einer Fahne Gut und Blut.Jacobe.Des Geistes Fahne schwebt ob den PartheienUnd in dem Christenheer soll Liebe führen.Mathilde von Merelrain.Ach, meine Seele bangt, hör' ich euch schwärmenVon einer Kirche, die nur unsichtbarDie Herzen sänftigt in dem wilden Streit,Der um die Wahrheit mörderisch entbrannt.Sprecht nur zu mir von euren kühnem Glauben,Schon daß die Freundin eine Ketzerin,Bringt Jülichs Fürstin Nachtheil und Gefahr!Jacobe, (aufstehend, eben so Mathilde.)„Jacta alea est“ „Der Würfel ist geworfen“Und muthig sprech ich nach: „ich hab's gewagt!“Ich hab's gewagt, mein Lieben und mein Leben,Um Jülich's Herzogskrone hinzugebenUnd „überschritten ist der Rubicon!“Sieh, im Gespräch mit dir wächst mir der MuthUnd wahren will ich freien Willens Gut,Im Kampfe draußen will ich muthig stehn,Will stolz und kühn die eignen Wege gehn!Laß nur des Staates und der Kirche WirrenNicht unsrer Liebe treuen Bund beirren;An deinem Herzen fühl' ich mich geborgen,In dieser Freistatt schlummern alle Sorgen.(Die Frauen umarmen sich.)(Der Vorhang fällt.)oohoo