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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
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24Dietrich von Hall.Spaßt nicht, Herr Ritter! mit der hohen Frau,Und gebe Gott, daß dieser Ehebund,Den widerstrebend Politik gestiftetDem armen Land zum Heil und Segen wird!Uitter von Uphofer.Ihr seid in salbungsvoller Laune, Junker!Und ich kann nicht so fromme Hoffnung theilenDoch soll es mir den frohen Muth nicht trüben,Daß Grau in Grau die Herren Stände seh'n,Daß übermäßig viel gebetet wird,Nachdem die Freude kaum die gold'nen SchwingenZusammenlegte, gleich der Fledermaus,Die nächtlich nur um düst're Mauern streicht.Die Herzogin und wir — sind jung, Herr Dietrich!Auch Fräulein Mexelrain ist eine DameDie nicht erscheinet wie ein Störenfried;D’rum wird im Sonnenlicht der Jugend grünenDas selt'ne Kleeblatt an dem dürren Hof;Wenn nur die „Quissel“, die Prinzeß von Jülich,In ihrer Andacht nicht das junge KrautAls Talisman sich pflückt und wohlgetrocknetIn ihre dicke Hauspostille quetscht!Dietrich von Hall.Ihr seid erfindungsreich in tollen BildernUnd mich ergötzet euer Uebermuth!Doch müßt ihr meinen trüben Ernst verzeih'n!Denn kaum erwacht von diesem Hochzeit=Taumel,Faßt mich der Wemuth zwingende Gewalt,Seh' ich die Herzogin so ruhig stehenAn eines unheilvollen Abgrunds RandDer, ach! — vielleicht die Glänzende verschlingt.