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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
Seite
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22Ritter von UphoferNun, wahrlich! Dornen hab' ich nicht geseh'nIm dunk'len Lorbeer, den auf eure StirneDie Hand der Herzogin so freundlich drückte,Als ihr den Gegner in den Sand geworfen;Es war ein neidenswerther SiegespreisUnb mancher Ritter hatte sein begehrt.Dietrich von Hall.Da habt ihr Recht, Herr Ritter! — und die FürstinWär' sie „Ginevra von der Tafelrunde“Gern dient' ich ihr als „Lanzelot vom See“.Uitter von Uphofer,O, wenn ihr so träumt — möcht' ich wohl als„GaweinMitpilgern nach dem „Gral“ und nach der Minne,Als deren Königin Jacobe thront!Dietrich von Hall.Uphofer — still — denn uns're KöniginSie darf nicht wissen, daß zwei kühne Ritter,Zu ihres Hofes Knappendienst bestellt,Die Augen heben nach dem höchsten Preis.Doch — enden wir den Scherz! — Was werden wirNach dieser Tage Freudenrausch beginnen?Wie tragen wir des Lebens Nüchternheit?Vor meinen müden Augen wogt und glänztNoch immerfort das wundersame BildDes Hochzeitsfestes, und gleich einer FeeSchwebt in den Wolken mit dem ZauberstabDie Herzogin und bannt mir Herz und Sinn!