34Lehrers der Humanität. Schon ist eine brüderliche Vereinbarung unter denVölkern angebahnt, hinfüro nicht mehr ob verschiedener Glaubensmeinungen zublutigem Zank überzugehen, sondern vielmehr das schöne Wort Jesu: „Liebeteuch untereinander!“ zu beherzigen und zu verwirklichen. Wenn nun nichtmehr gehetzt wird, so ist eine segensreiche Verständigung hergestellt. — Daerscheint der Jesuit; sein Auge blitzt vor Wuth und sprüht ein unheim-liches Glaubensfeuer, es kreischt seine verdammende Stimme durch unsere Dome,unter seinen Faustschlägen erzittert die Kanzel, er poltert gegen Licht und Auf-klärung, er blasphemirt die berühmtesten Namen, welche auf ewig die Zierdeihrer Nation sein werden. Es schaudert die fromme Haut zusammen, entrüstetpocht manches ehrliche Herz stärker in der Brust, regungslos umsteht der Neu-gierigen Schaar gaffend das Forum Loyola's. In ihren Grüften aber rasselndie Gebeine Böhms, Clements, Ravaillas 2c., ihre heraufbeschworenen Geisterfahren in die Massen, und der Fanatiker schleicht sich heimlich fort, umſein Meſſer zu wetzen. *)Darum abermals hinweg mit dem Jesuitismus!! Vergebens werdenGermaniens edelste Söhne die Einheit unseres Vaterlandes anstreben, so langedie machiavellischen Mönche, jene Sturmvögel der Reaktion, den Dolch im Ge-wande, auf deutschem Boden einherschleichen; denn das heilige Land dieserRückschrittsapostel ist nicht Deutschland, sondern Rom! Jesuitenthum ist unsaber auch gleichbedeutend mit Muckerthum und Verfassungsbruch. Darum hin-weg mit allem Jesuitismus, laufe er im langen oder kurzen Rock! Hin-weg mit aller Heuchelei in Kirche und Staat! Dies sei die allgemeine Lo-sung zum Heile Aller!Kehren wir noch einmal zu unserm Helden zurück. David war wohlkein solcher Richard III., wie ihn die Bibel uns schildert. Die tausend Un-wahrscheinlichkeiten und Widersprüche, welche sich in den Büchern Samuels undder Könige vorfinden, sprechen dafür, daß die gegebenen Biographien nicht aufdem Boden der Thatsachen stehen, sondern als das Erzeugniß späterer Ge-schichtsschreibung vielfach ungenau und mit den glühenden Tinten orientalischerPhantasie verfärbt sein müssen. Wenige Monarchen haben in dem Herzenihrer Unterthanen ein so schmeichelhaftes Andenken hinterlassen, wie David.An seinen Namen knüpften die Israeliten das Ideal von Volksglück und Na-tionalruhm. Syrien hatte er gemäß der Geschichte seiner Herrschaft zinsbargemacht, und Edom beugte sich unter seine Macht. Durch Besitznahme deram arabischen Meerbusen gelegenen Häfen Elath und Eziongeber, wodurch derMit großem Interesse haben wir in den letzten Wochen die in der Rheini-schen Ztg. erschienenen Aufsätze gegen die Ausbreitung des Jesuitenthums inRheinland und Westfalen gelesen; ebenso den Bericht in Nr. 110, 2. Blattderselben Z. — Wartet nur noch etwas, ihr Bewohner des Kronengäßchens!
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David, ein Mann nach dem Herzen Gottes : eine biblische Studie
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