258Ganz frei ist sie von Eifersucht,Vom Kopf bis auf die Zehen;Denn nasch' ich 'mal so auf der FluchtAn einer andern süßen Frucht,Sie scheint es nicht zu sehen.Sie folgt mir treu, wohin ich geh',Kein Weg kann sie verdrießen,Steht immer still, da, wo ich steh',Und nie hört' ich ein Ach! noch Jeh!Von ihren Lippen fließen.Stets ist es heiter von Gesicht,Das liebe, gute Täubchen!Es stürzt mich auch in Kosten nicht,Doch jährlich einmal — das ist Pflicht!Ein Bändchen und ein Häubchen.Sie kennt nicht Lug, sie kennt nicht Trug,Nie hörte ich sie schmollen.Doch halt! ich sagte schon genug,Ihr moͤchtet sonst ganz superklugMein Liebchen selber wollen.
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten