210Sehnſucht.Ach! wie sie schwinden, die flüchtigen Jahre,Wie es enteilet, das irdische Sein!Nahe bedroht mich die schweigende Bahre,Aber die Sehnsucht, sie schlummert nicht ein!Mag auch am Bilde der Blick sich erfreuen,Mag auch Erinn'rung mich tröstend umwehn,Stets will im Herzen der Wunsch sich erneuen:Land aller Länder! Dich wieder zu sehn!Eingeengt sklavisch in drückende Schranken,Seufzet vergebens nach Ruhe der Geist,Hoffet noch immer und will noch nicht wanken,Bis ihn die Grube der Sorge entreißt.Reicht mir die Rechte, Ihr Brüder in Westen!Seht! wie der Bruder am Rhein und am BeltFreudig im Geiste sich hin zu den FestenEurer glücksel'gen Verbrüdrung gesellt!
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