208Ihr Blütenbäume all', die ich noch heute grüße,Vom Lorbeer ab zur hohen Tulipan,Ihr Blümchen alle hier, die liebend ich umschließe,O nehmet sie, die letzte Thräne, an!Ihr schönen Wiesen dort am Delaware=Strome,Wo tändelnd sich der Kolibri vergnügt,Und unter stralendem, azurnen HimmelsdomeDas bunte Heer der Schmetterlinge fliegt;Ihr Straßenzeilen Ihr, Ihr oft durcheilten Räume!Ach! alles mahnt an das entflohne Glück!Die Scheidestunde naht und in das Reich der TräumeSinkt bald mit ihr, was ich genoß, zurück!Seht! wie vom letzten Stral im Scheiden noch umschlossen,Die Brüderstadt erglänzt im Abendroth,Rings ist der Horizont von Rosenduft umflossenUnd jedes Leid, es schweigt, und jede Noth!Und Dich, beglücktes Land! Dich soll ich nun verlassen,Auf ewig nun aus Deiner Nähe fliehn?O könntest, Schicksal! Du, die Trennungsschmerzen fassen,Die wie ein Schwerdt mir durch die Seele ziehn!
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