Druckschrift 
Gedichte
Entstehung
Seite
67
Einzelbild herunterladen
 

67So nah dem Ziel und doch so fern, so ferne,Wer hätte das gedacht?!Kein einz'ger mehr der holden HoffnungssterneErleuchtet diese Nacht!Es braus't der Sturm, es stürzt ein kalter RegenIn Strömen auf die Flur,Verderben wird, verschwinden bald der SegenBis auf die letzte Spur!Der Sonne Glanz, so heiter sonst, so labend,Ist matt und ohne Kraft,Der Morgen kühl und grau umflort der Abend,Die Schöpfung ist erschlafft!Und Wuchergeist, das Tigerblut im Herzen,Streckt seine Krallen aus,Er fühlt sie nicht des armen Bruders Schmerzen,Denn Wohlstand deckt sein Haus.Er kauft das Brod und zalt dafür mit FreudenDen allerhöchsten Satz,Doch mag ich ihn, den Schurken! nicht beneiden,Zum Fluch wird ihm sein Schatz!