55Der Wein.Traubensaft, Du holde Himmelsgabe,Du zur Stärkung uns, zur süßen Labe,Zum Ersatz, wenn andre Freuden fliehen,Vom Geschick verliehen!Du, im Strahl der warmen MuttersonneZur Erquickung uns gereifte Wonne,Zur Erheiterung in trüben StundenNacktem Fels entwunden!Du, den unscheinbaren, schlichten RebenWundergleich entsproß'nes Feuerleben,Liebenswürd'ges, theures Kind der schlankenGrün belaubten Ranken!Du, von Göttern selbst, seit Du geboren,Vorzugsweis zum Labetrank erkoren,Im Olympos, in kristallnen SchalenDeine Glut zu malen!
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