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Gedichte
Entstehung
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20Seht! wie weidet sich die Jungfrau mit EntzückenAn des Himmelspfandes himmlisch=reinen Blicken,Und von seligen Gefühlen trunken,Bei dem holden Knaben hingesunken,Ist es nicht, als ob zu höhern SphärenBeide schon der Welt entrücket wären?Aber ach! wie wird dein armes Herz einst bluten,Treue Mutterseele Du, wenn sie den guten,Aus den Armen Dir den theuern reißen,Spottend seiner Qual ihn König heißen,Und zuletzt sogar es ruchlos wagen,Ihn, den göttlichen! an's Kreuz zu schlagen.Weine, Menschheit! ob der tief gefall'nen Brüder,Fließet, fließt Ihr Zähren! reichlich heute wieder,Dringet ein, Ihr unnennbaren Schmerzen,Blitze schleudernd in die kalten Herzen,Daß der Leidenskelch sie mag verzehren,Den der Menschenfreund hier mußte leeren!Zwar im Rath des Höchsten war's vorausgesehen,Alles mußte so, wie es geschah, geschehen!