20 Erklärung der Tafeln.
ein anderes Weib (4), Namens Marie; Anne präsentirt dem Buck-ligen den Neugeborenen (5); bei 6 scbeint auf eine Hocbzeit odereine Klage des Mädcbens vor Gericht angespielt zu sein.
Fig. 3. Zeichnung eines Schuhmachers, der zusammen miteinem Anderen Strassenraub verübt hatte. Obgleich er weder lesen,noch schreiben oder zeichnen konnte, stickte er die vorliegendeZeichnung auf eine Weste. Er bezeichnet sich als unschuldig:Le petit Joseph innocent; die Stiefel bedeuten sein Handwerk.Bei 1 stiehlt sein Komplize eine Uhr, er selbst bekommt bei 2 nurdie Kette, bei 3 entflieht der Beraubte. Das Sonderbarste ist, dass derDieb auf Grund dieses Dokuments (!) seine Freisprechung verlangte.
Fig. 4. Ein epileptischer Strassenräuber drückt in dieserForm seinen Entschluss aus, Selbstmord zu begehen.
Fig. 5. Hieroglyphische Verhöhnung der Aufseher undGendarmen.
Fig. 6. Die Amsel bedeutet das Eingesperrtsein, der Hahnund die Worto drücken die Hoffnung auf Befreiung aus.
Tafel LXII. Künstlerische Arbeiten von Verbrechern nachde Blasio. (Bd. I, S. 258—265.)
Fig. 1. Papierschablone für Ausführung von Tättowirungen.
Fig. 2. Spielkarten.
Fig. 3. Boulette.
Fig. 4. Körbchen aus buntem Papier.
Fig. 5. Marionetten-Theater, Wandzeichnung in Vs Grössereproduzirt.
Fig. 6. Masaniello.
Fig. 7. Gendarme.
Fig. 8. Karrikatur, Gerichtsvollzieher und Polizist.
Fig. 9. Polichinell aus Brotkrume.
Fig. 10. St. Michael.
Fig. 11. Arbeit des Banditen Tortora (zwei Kürbisse).
Fig. 12. Karrikatur, von einem Diebe gezeichnet.
Tafel LXIII. Zeichnung des Mörders Seghetti, seine Hin-richtung darstellend (Arch. di Psichiatria, 1891), am Tagevor dem Tode entworfen. Die Zeichnung beweist die Eitel-keit der Verbrecher und ihre Gleichgültigkeit oder Gedanken-losigkeit gegenüber der Todesstrafe.
Tafel LXIY. Faksimile der Photographie von drei Mördern
(Bavenna), die in ihrer Wohnung unter der Matratze ge-funden wurde. (Bd. I, S. 323.)