Druckschrift 
3 (1896) Atlas mit erläuterndem Text
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen
 

6 Erklärung der Tafeln.

Figg. 22, 23. Gesichtsfeld eines Diebes, Verbrechernatur.Fig. 24. Gesichtsfeld eines wegen Körperverletzung bestraftengeborenen Verbrechers.

Tafel XVII. Schriftproben berühmter Verbrecher nachMaxime du Camp und Bbltrani-Scalia. (Bd. I, S. 404.)

Tafel XVIII. Weitere Schriftproben.

Das auffallendste Merkmal aller Schriftproben, mit Ausnahmeder Betrüger, ist die Dicke der Striche, die bei den Figuren 14, 64und 105 der vorigen Tafel und bei Figg. 52, 81 und 100 (Fran-cesconi, Journet und Marat) der vorliegenden Tafel enorm ist.

Ein häufiges Merkmal ist ferner das Aneinanderdrängen derBuchstaben (Figg. 38, 49, 64, 83,100 auf Taf. XVIII) und die Neigung,in den Paraphen und in einzelnen Buchstaben von rechts nachlinks gehende Schleifen zu bilden, so auf Figg. 5, 8, 53, 80, Taf.XVII, und Fig. 41, Taf. XVIII.

Man achte ferner auf die Dicke der t und r und auf dieDeutlichkeit und Stärke aller Haken am r an Figg. 46, 47, 52, 76, 100.

Fast alle diese Eigenthümlichkeiten lassen sich in der Hypnosebei Verbrechern nachweisen.

Tafel XIX. Schriftproben Mattoider, mitgetheilt von Maximedu Camp. (Bd. I, S. 406.)

Tafel XX. Schriftproben Epileptischer.

Bei Bacigalupo ist der Unterschied der Schrift innerhalbund ausserhalb der Anfälle augenfällig, ebenso bei Pizzamiglio.Bei Beiden völlige Analogie mit den Eigenthümlichkeiten derVerbrecherhandschrift.

Tafel XXI. Schriftproben Hypnotisirter. (Bd. I, S. 406.)

Einem sehr sanften jungen Manne, dessen Handschrift innormalem Zustande in Fig. 6 wiedergegeben ist, wurde von mirin der Hypnose die Suggestion gegeben, er wäre der Bandit LaGala, sofort änderte sich der Charakter der Handschrift, die Linienwurden dick (Fig. 3) und denen des Verbrechers B o ggia (Taf. XXIII)ähnlich. Als ihm dann suggerirt wurde, er wäre ein Kind, behieltdie nun auftretende Handschrift etwas von der vorher aufgetretenenbei (Figg. 1, 2 u. 5). Durch eine neue Suggestion wieder Banditgeworden, bekommt er eine ganz plumpe Handschrift, jedoch miteinigen Spuren kindlicher Schriftzüge.

Tafel XXII. Verbrechertypen. (Bd. I, S. 236.)

Fig. 1. P. B,., 22jähriger Mann, Schädel trochocephal, ausRavenna, verurtheilt wegen Lustmord an kleinen Kindern.