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Ueber Pressfreiheit und Censur
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Später schrieb ich ebenfalls Preussen undFrankreich, und zeigte darin in Zahlen, dassHerr Hansemann Unrecht habe. Diese Schriftwurde wenig gelesen, und der ganze Absatz warvielleicht nur 80 Exemplaren.

Die Leuten wollten nicht, dass Herr HansemannUnrecht haben sollte.

Später war ich einmal bei Herr Hansemann inAachen des Abends zu Tisch. Es wurde viel überPreussen und Frankreich gesprochen, aber ichsah, dass dem Herrn Hansemann die Zahlen fremdwaren, um die Steuerkräfte von Preussen gegenFrankreich zu berechnen.

10.

Wenn die Censur abgeschafft werden sollte, sokann es nur dadurch geschehen, dass Jeder-mann seinen Namen nennt.

Sollten nun aber viele zu ängstlich sein, umihren Namen zu nennen, wie z. B. ein Gesandt-schaftssekretär in Rom, so kann der Herausgeberder Zeitung sagen:Von Rom aus wird Folgen-des geschrieben." Aber der Herausgeber mussdann seinen Namen nennen.

Wenn er aber wegen eines Artikels in der Zei-tung verklagt wird, so darf er auch den Namendesjenigen nennen, der den Artikel geschrieben hat,z. B. der Gesandtschaftssekretär in Rom.

11.

Die Censur ist übrigens schon so alt, wie dieErfindung der Buchdrukerei. Im Jahr 1479 wurde