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Ueber Pressfreiheit und Censur
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Es giebt nämlich ein Mittel um die Zeitungenzu verbieten und zwar mit Hülfe der Post, wenndiese erklärt die Zeitung nicht mehr verschickenzu wollen, als blos unter Couvert. Wird sienun unter Couvert verschickt, dann kommt sieungleich theurer als wenn sie lose verschicktwird. Wenn z. B. Der deutsche Beobach-ter nur unter Couvert verschickt wurde, undjeder Brief kostete nur 5 Sgr. Porto, so machtedieses, da er 4 mal die Woche verschickt wurde20 Sgr. auf die Woche und auf's Jahr das 52Wochen hat, macht es 34 Thlr. 20 Sgr. Undgegen diese 34 Thlr. 20 Sgr. liest kein Menscheine Zeitung.

Alle Aufsätze welche icli schrieb, sind bisauf wenige mit meinem Namen unterzeichnet.Dieses Unterzeichnen ist aber eben die Haupt-sache bei jeder Zeitung, und seit 18 Jahren un-terzeichne ich alles, es mag so klein sein wiees will.

Der Herr Staatsrath von Stägemann, der einrecht fleissiger Mitarbeiter am deutscheu Beo-bachter war, unterzeichnete nicht. Er mochtewohl Gründe haben warum er nicht unterzeichnete.

Mit dem Jahr 1818 hörte ich auf, Redacteurdes deutschen Beobachter zu sein, und nach9 Monaten hörte er ganz auf. Im Jahr 1817hatte er nur 2 bis 300 Exemplare Absatz undwar auf dem Punkt einzugehen. Allein bald nach-her (noch in selbem Jahr) kriegte er nach undnach 800 Exemplare Absatz, welches für einBlatt wie der Beobachter, viel ist. Früher