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Ueber Pressfreiheit und Censur
Entstehung
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Dann schrieb ich im Jahr 1811 die Beschrei-bung eines einfachen Reisebarometers.Düsseldorf bei Schreiner. Diese hatte auchkeine Censur, obgleich wir damals französischwaren, und der Grossherzog von Berg noch einKind und Napoleon, sein Vormund war. Es istderselbe Grossherzog, der jetzt auf dem SchlosseHamm gefangen sitzt.

Der Freiheitskrieg begann und ich schrieb:Die Wünsche und Hoffnung eines Rhein-länders. Diese liess ich im Jahr 1816 bei Ge-brüder Mallinckrodt in Dortmund verlegen. Wirwaren den 15. Mai 1815 preussisch geworden,hatten damals aber noch keine Censur.

Wie wir preussisch waren, da kam auch dieCensur, und das Werk über Provincial Ver-fassung, mit besonderer Rücksicht aufdie 4 Länder: Jülich, Cleve, Berg undMark welches ich im Jahr 1819 herausgab,musste von der Schultz- und Wundermann'schenBuchhandlung nach dem Censor geschickt wer-den, der bei der Regierung in Arensberg wohnte.Aber der Censor liess gleich das Imprimaturdrauf setzen und es wurde nichts daran geändert.

Im Jahr 1822 schrieb ich die Briefe überdie Assissen in Trier der ich beiwohnte. Siekamen bei Herrn Bachern in Cöln heraus und eswurde von dem Censor nichts daran geändert,obschon damals die Funk'sche Geschichte sehrviele Gegner hatte. Ich war für die Unschuld