XII VORREDE ZUR ZWEITE« AUSGARE
stellen über die aegyptische Maria einer predigt über sie im spec. eccles.des Honorius entnommen sein könnten, vgl. jetzt Heinzel zu Heinrichvon Melk s. 104/'.), des Marbodus de lapidibus im gedieht vom himm-milischen Jerusalem (Diemer deutsche ged. anm. s. 89), des offendiculumdes Honorius im pfaffenleben und des tödes gehugede (Diemer kl. beilr.4, 30—34), des speculum ecclesiae des Honorius im cgm. 39 (vgl. zs.1, 284, Kelle spec. eccl. s. vn und XCV1), in andern predigten anm. zuXXXIV, 18 und im niederdeutschen glauben (zu XCV11I), des Hugo vonSViclor de septem septenis im cgm. 39 (ämXLIÜ); endlich die entlehnungder abaclardsehen formet für die trinilät zuerst in der Vorauer genesis(zu XLI11, 1, 1). es zeigt sich, dass für die Verbreitung französischertheologie in Deutschland niemand erfolgreicher tätig gewesen ist alsHonorius von Antun (s. jetzt Scherer in der zs. für die Österreich, gymn.1868 s. 567//*. aber auch excurs zu XXXIV nole). niemand war auchgeeigneter sie für das bedürfnis der deutschen geislHehkeit und laienweitzuzurichten, wer ihn als Verfasser des elucidariums bezweifelt, musssich nach einer begründung seines zweifeis nie umgesehen haben.
Die excurse zum muspilli, dem gesang des Bzzo (jetzt anm. zuXXXI, in, 10/f.) und den segen mögen den mythologen zur erwägungempfohlen sein.
Aber den grasten wert haben diese Meinen denkmäler für die all-gemeine geschickte der spräche, ja für diese einen verhältnismäßig größe-ren als die übrigen ihnen an umfang weit überlegenen, aber wenigzahlreichen denkmäler unserer alten litteralur. sie erst lassen nebendiesen die manigfaltigkeit der diulekte und der Schreibung, ihre nach ortund zeit wechselnde gestallung und den geschichtlichen verlauf deutlicherübersehen, alle fragen und Untersuchungen, die sich an sie anknüpfenlassen, zu erledigen, konnte nicht unsere aufgäbe sein, aber dass wirUrnen nicht aus dem wege gegangen, mögen auch die folgenden bemer-kungen beweisen.
In der eiuleitung zu Alhis und Prophilias s. 9 zeigte Wilhelm Grimm,dass ein zurückweichen der 'plattdeutschen bestundteile' in der hessischenmundart in dem maße stattgefunden hat als der gebrauch der schriftvordrang, spuren eines solchen zurückweichens werden auch noch am■ Mittelrhein sichtbar, ganz dasselbe Verhältnis aber ist namentlich auchfür Thüringen anzunehmen, wenn in der spräche, die hier und inHessen vom zwölften bis zum fünfzehnten Jahrhundert in litterarischemgebrauche war und die natürlich die der höher gebildeten, besseren ständeist, noch das niederdeutsche erscheint, so muss dies gleichzeitig in derrede des gemeinen mannes und niederen Volkes noch starker hervorgetretensein, und der schlnss ist nicht abzuweisen, dass es noch früher einmalvollständig das übergewicht halte, das Hildebrandslied, in Fulda zuende des VIII oder anfang des IX jh. aus dem gedächtnis aufgezeichnet,(glaube ich ist nun noch ein denkmal aus dieser zeit, es wird früh imachten jh. in Hessen oder Thüringen entstanden sein, es ist weder säch-sisch noch niederrheinisch (fränkisch), weil diese beiden dialekte v. 48