Druckschrift 
2,2 (1903)
Entstehung
Seite
1370
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1370 Kleffel,

5. 40 Stewards in verschiedenen Rangklassen, entsprechend un-serem Sanitäts-Unterpersonal. Dieselben gehören dem Hospital corpsder Armee an.

IL Krankenpflegerinnen

8 an der Zahl, von denen eine die Aufsicht über das Operations-zimmer, eine über die Theeküche führte, eine die Pflege im Officiers-Krankenraum hatte, während die Uebrigen in den drei Mannschafts-Krankenräumen, bezw. im Wirthschaftsbetrieb Verwendung fanden.

III. Givilbesatzung.

1. Ein Sailing master als seemännischer Führer, vom Staate hierfürkontraktlich angestellt.

2. Steuerleute und Matrosenpersonal, etwa 30 Köpfe.

3. Ingenieure und Maschinenpersonal, etwa 44 Köpfe.

4. Köche und Kellner.

Das Schiff besitzt über dem Oberdeck einen von vorn bis achternreichenden Aufbau mit zwei Decks, von denen die achtern gelegenenRäume (etwa 3 / i der Schiffslänge) ausschliesslich zur Unterbringung derKranken bestimmt sind, während im vorderen Viertheil die Givilbesatzunguntergebracht ist. Das untere der beiden Decks (Schiffsoberdeck) ent-hält die Wohnräume der Aerzte und der Pflegerinnen und das Geschäfts-zimmer. Dann folgt nach achtern ein Raum für kranke Offiziere mit28 Betten, ein Mannschafts-Krankenraum (für chirurgische Fälle), mit72 Betten. Sämmtliche Krankenräume reichen von Bordwand zu Bord-wand und sind auf beiden Seiten mit zahlreichen grossen Glasfensternversehen. Die Betten stehen in 4 Reihen längsschiffs so geordnet, dassein breiter Gang jederseits zwischen 2 Betten frei bleibt. In der Mittedes achtern Saales befindet sich ein etwa 10 m langes und 1,5 m breitesDeckslicht, welches oben durch eine feste, an den Seiten zur Ventilationmit Glaskippfenstern versehene Holzbekleidung geschützt ist. Mit der-selben korrespondirend liegt im tieferen Deck eine entsprechende, mitGeländer versehene Oeffnung, so dass ungehinderte Lufterneuerung statt-findet. Im Zwischendeck befinden sich achtern, ebenfalls von Bordwandzu Bordwand, der Schlafraum für das militärische Pflegepersonal undnach vorn zu anschliessend die Räume für das Sanitätsdepot, die Wasch-anlage, Eismaschine (welche in 24 Stunden 40 Centner Eis liefert), Kühl-kammern für 20000 Pfund Fleisch und der Destillirapparat.

Die Bettstellen sind von Eisen mit gut federnden Drahtmatratzen,die durch besondere Einrichtungen fester oder loser gespannt werdenkönnen. Auf ihnen liegen mit Baumwolle gefüllte Leibmatratzen, dazuein gleiches Kopfkeilkissen und eine wollene Decke. Schwingebettenwaren nicht vorhanden. Um Raum zu gewinnen, standen die Bettstellenzu zwei übereinander, eine nicht zu empfehlende Einrichtung. An derLängsseite jedes Bettes war ein mit Deckel versehener Speinapf ange-bracht. Moskitonetze waren vorgesehen, aber niemals in Gebrauch ge-