Nachtrag: Hospitalschiffe. 1363
begonnen, am 29. Juli verliess das Schiff den Ausrüstungshafen Wilhelms-haven.
Zur Unterbringung der Kranken dienen vornehmlich das Haupt- unddas Zwischendeck und zwar in der Weise, dass in ersterem die schwerer,in letzterem die leichter Kranken und Rekonvalescenten gelegt werdensollen. Diese Decks, die beiden grössten des Schiffes, sind durch Quer-wände in sieben von vorn nach hinten sich eng aneinander reihende,grössere Räume geschieden, von denen im Hauptdeck die AbtheilungenII, III, VI und VII als Krankensäle hergerichtet worden sind, und ent-halten im Ganzen 131 Schwingekojen. Von Raum I ist die Steuerbord-seite dem Sanitätsunterpersonal, die Backbordseite den Leichtkrankenund Rekonvalescenten als Tageraum zugewiesen, und durch Einbauen vonTischen und Bänken gleichzeitig ein Aufenthaltsort bei- schlechtem Wettergeschaffen. In Abtheilung IV und V wohnen 8 Sanitätsunterofficiereund 15 Krankenpfleger.
Der auf den Kopf entfallende Luftkubus beträgt bei vollständigerBelegung der Räume durchschnittlich 18 cbm, ergiebt also als vorzüglichzu bezeichnende Verhältnisse. Nicht ganz so günstig gestalten sich letz-tere im Zwischendeck. Hier dienen die Abtheilungen I, II, VI und VIImit im Ganzen 164 Lagerstätten als Krankenräume. In dem IL undVI. Abtheil sind 64 Schwingekojen vorhanden, während Abtheil I undVII ausschliesslich mit festen, eingebauten Betten versehen sind. DerLuftkubus beträgt hier durchschnittlich nur 13,1 cbm pro Kopf, bleibtalso um ein Geringes gegen die für gute Lazarettschiffe geforderten15 cbm zurück. Dieser nicht zu vermeidende Uebelstand ist jedoch da-durch, dass nur die mit Schwingekojen ausgestatteten Räume für bett-lägerige Kranke in Betracht gezogen sind, und auf jeden daselbst liegendenKranken durchschnittlich immer noch 17,4 cbm Luft entfallen, fast aus-geglichen. Abtheilung I und VII mit ihren festen Kojen und nur9,5 cbm durchschnittlichem Luftkubus pro Kopf dienen den Leicht-kranken und Rekonvalescenten zum Aufenthalt, welche den grösstenTheil des Tages sich in frischer Luft an Deck bewegen können undhierdurch den Mangel weniger empfinden. Abtheilung III des Zwischen-decks beherbergt auf seiner Backbordseite 14 Krankenpfleger, auf seinerSteuerbordseite befinden sich Räume zur Aufbewahrung von Verband-material, Inventar, Wäsche, Munition u. s. w., sowie eine Werkstätte fürSchuster und Schneider. In Abtheilung V hat das militärische Detache-ment in einer Stärke von 25 Mann seine Unterkunftsräume.
Im Promenadendeck sind 8 Kammern I. Klasse zu Krankenräumenfür Officiere hergerichtet. Von den früher vorhandenen Doppelkojenwurde die obere entfernt. Sämmtliche Eingänge zu diesen mittschiffsbefindlichen Kammern münden nach aussen auf Deck. Zehn weitere indas achterste Oberdeck eingebaute Kammern sind ebenfalls zur Aufnahmekranker Officiere bestimmt, während der in der Höhe des Oberdecksliegende Damensalon als Aufenthaltsort für rekonvalescente Officierevorgesehen ist. Die auf dem Hinterdeck als Oampagne ausgebildete
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