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haft ist es aber, dass für ihr Vorhandensein bei grösseren Flotten fürdie kriegführenden Seemächte sowohl eine Notwendigkeit wie eine Ver-pflichtung vorliegt, erstere, die Gefechtsschiffe von der Behinderung thun-lichst zu befreien, welche durch die Anwesenheit einer grösseren Anzahlvon Kranken für die Gefechtsfähigkeit derselben erwächst, letztere, umähnlich wie es im Landkriege durch Sanitätsdetachements und Feld-lazarethe geschieht, durch Lazarethschiffe dafür Sorge zu treffen, dass,wenigstens sobald und soweit Gelegenheit sich bietet, den Verwundetenund Schiffbrüchigen zu Hülfe gekommen werden kann. Hierfür sprichtdie Stimme der Humanität. Diese Aufgabe müsste den
4. Seeschlacht -Hospitalschiffen zufallen. Ihre Einrichtungwürde denen der Transport-Hospitalschiffe gleich sein, vielleicht sogarnoch einfacher gestaltet werden können, da ihre Aufgabe sie fast aus-schliesslich in der Nähe der heimatlichen Küsten halten wird, und siedaher den Kranken wohl immer nur einen kurzen, nach Stunden oderhöchstens nach wenigen Tagen rechnenden Aufenthalt zu bieten habenwerden, nicht aber längere Pflege und Behandlung. Dass die Expeditions-Hospitalschiffe an ihre Stelle treten könnten, liegt auf der Hand. IhreVerwendung während der Seeschlacht dürfte sich aber nicht empfehlen,da sie durch ihre Grösse in der eigenen Bewegungsfähigkeit mehr be-hindert sind wie die in wesentlich kleineren Dimensionen verwendbarenTransport-Hospitalschiffe, die aus dem gleichen Grunde auch währenddes Kampfes der Vernichtung weniger ausgesetzt sind und beim Eintritteines solchen nicht den hohen Verlust an Material und Personal nachsich ziehen würden, wie ihn ein voll ausgerüstetes Expeditionsschiff ein-schliesst. Erfahrungen liegen auf diesem Gebiete bisher aber nicht vor,ja die Frage, ob während einer Seeschlacht Hospitalschiffe überhaupt zurVerwendung gelangen können, ist noch eine offene, trotzdem sie seitihrem Auftauchen das lebhafteste Interesse der weitesten Kreise erregte,und die Bemühungen nicht aufgegeben sind, auch das Loos der Schiff-brüchigen und in der Seeschlacht Verwundeten in ähnlicher Weise zugestalten, wie es den Opfern einer Feldschlacht zu Theil wird. Leiderist die Art des modernen Seekampfes, der Erfüllung dieser Aufgaben —also eine der Grösse und Schnelligkeit der Vernichtung völlig ent-sprechende Hülfe zu leisten —, nicht günstig. Was vor Jahren darübergesagt worden ist (Bugge, Wenzel), gilt auch heute noch ebenso,wenn nicht gar in vermehrtem Maasse. „Um nicht selbst in demDurcheinander des Kampfes der Vernichtung anheim zu fallen,werden sich die Hospitalschiffe in weiter Entfernung von demKampfplatz zu halten gezwungen sehen. Und letzteres um so mehr,als gerade in den letzten Jahren fast ununterbrochen die Gefahrendurch ungeahnte Steigerung der Kampfmittel — grössere Schnellig-keit und Manövrirfähigkeit der Schiffe und damit verbundener ge-steigerter Sicherheit des Rammstosses, vermehrte Schwere und Präeisiondes Geschützwesens, Torpedos, unterseeische Minen — gewachsen undscheinbar noch nicht an der Grenze des Möglichen angelangt sind. Hier-