Druckschrift 
2,2 (1903)
Entstehung
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Speeielle Krankenversorgung.

2. Bei der Marine.

2. Anhang: Für Arbeiter der Kaiserlich Deutschen Staats-Werften.

VonMarinc-Generaloberarzt Dr. Kleffel in Wilhelmshaven.

Kaiserliche Werften bestehen in Gaarden bei Kiel, in Wilhelmshavenund in Danzig und verfügen in ihrem Betrieb über durchschnittlich etwa16000 Personen. Von diesen kommen ungefähr je 6500 Köpfe auf diebeiden ersteren, etwa 3000 auf die letztere. Ausserdem beschäftigtdie Torpedo - Werkstatt zu Friedrichsort bei Kiel durchschnittlich1000 Personen. Die Leitung diesertechnischen Institute" der Kaiser-lichen Marine liegt in Händen activer Seeofficiere, die denselben bei denAVerften alsOber-Werft-Directoren" vorstehen. An der Spitze derTorpedo-Werkstatt befindet sich ein Director. Die genannten Instituteunterstehen unmittelbar dem Reichsmarineamt zu Berlin. Den betreffen-den Verwaltungen liegt auch die Sorge für erkrankte Mitglieder ihrerBetriebe ob. Dieselbe besteht einmal in der Ausführung der gesetzlichvorgeschriebenen Leistungen (Unfall-, Alter- und Invalidenversicherung),dann in freiwilligen Zuwendungen. Die ersteren sind bei sämmtlichentechnischen Instituten der Marino die gleichen und auch die letzterenweichen bei den einzelnen Betrieben nur unwesentlich von einander ab.Die gesetzlich zur Versicherung verpflichteten Personen der Werft zuKiel und der Torpedo-Werkstatt zu Friedrichsort gehören derBetriebs-Krankenkasse" für die bei den Marinebehörden im Bezirk der Kaiser-lichen Marinestation der Ostsee beschäftigten Personen an, welche ihrenSitz in Gaarden hat.