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fand seinen Ausdruck in den Verhandlungen der 18. Abtheilung (Militär-sanitätswesen) des X. internationalen medicinischen Congresses zu Berlin.In seinem Vortrag über die Verwendung versendbarer Krankenbarackenim Frieden und Kriege führte der Generalstabsarzt der preussischenArmee Excellenz v. Coler aus, dass die Erfindung der Baracke auszwingenden Nothständen in Kriegszeiten hervorgegangen sei. Die preussi-sche Militärverwaltung entschied sich damals für die Einführung derDöcker'schen Filzbaracke. Die Döcker'sche Filzbaracke ist inzwischenvervollkommnet worden, sie gewährt eine allen Ansprüchen genügendeKrankenunterkunft, sie ist ein nicht mehr zu entbehrendes Hilfsmittelder Krankenpflege im Kriege. Die verewigte Kaiserin Augusta hatte1884 einen Preis für das beste Modell einer transportablen Lazareth-baracke ausgesetzt. Das Ideal aller Verwundetenpflege besteht darin,den Krieger dort, wo er verwundet wurde oder wenigstens dicht dabeizu betten und zu behandeln. Die tragbare Zeltausrüstung der Soldatenschafft vorübergehend und zur warmen Jahreszeit eine sofortige Unterkunft.Hierher gehört das Port'sche Nothschutzdach, das Nicolai'sche Zelt-und Schirmdach. Die transportable Baracke, von denen zahlreiche Mo-delle in Antwerpen 1885 aufgestellt waren, lässt sich in jeder Jahreszeitanwenden. Neben der verbesserten Döcker'schen Baracke (Christophund Unmack-Niesky) hat die preussische Militärverwaltung die Bern-hardt-G,ro ve'sche Vvellblechkrankenbaracke eingeführt;*ihre Verwendungdürfte sich aber nur mit innerer Holzbekleidung als vortheilhaft erweisen.Die transportable Lazarethbaracke wurde eingehend in dem Werk vonLangenbeck,. Coler und Werner beschrieben; erwähnenswerth sinddie Systeme von Nieden, AValdhauer-Windelband, Vogler undNoah, Espitallier, Tollet (IL Abtheilung des ersten Bandes No. IIIdieses Handbuches), Olive nach dem Namen ihrer Erfinder.
Der wichtigste Fortschritt, den eine allen Ansprüchen genügendetransportable Krankenunterkunft machen konnte, war der der transpor-tablen Baracke zum transportablen Lazareth. Die innere Einrichtungeines solchen Lazareths ist Gegenstand der Besprechung in der 2. Auf-lage des Werkes von Langenbeck und Coler.
Zur inneren Einrichtung gehören u. a.:
Zusammenlegbare Bettstellen, die mit einem hinreichend starkenFussbrett zur Anbringung der üblichen Streckapparate bei Verletzungender unteren Gliedmassen versehen sind und dem Verwundeten ein festesLager gewähren,
Betteinrichtung mit Matratzen,
Krankentische und Schränke,
zusammenlegbare Tische und Stühle,
einfache zusammenlegbare Gestelle für Waschgeräthe.
Weiter sind nöthig die Küchen- und Wascheinrichtung, die Ein-richtung für Heizung und Beleuchtung,
Zusammenstellung der Instrumente und Arzneimittel.
Schliesslich erwies sich die compendiöse Zusammenstellung einzelner