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Schlacht auf dem Platz seiner bisherigen Thätigkeit zurückbleiben —auch das der geschlagenen Armee. Man mag es beklagen, aber esbleibt richtig, sagt Moltke, dass die Humanität im Kriege nachstehenmuss und dass die energischste Kriegsführung zugleich die humanste ist.
Den Geist der segenspendenden Genfer Convention ganz zu erfassen,wäre ein sittlicher Fortschritt, der Feind und Freund zu Gute käme. Auchim Kriege muss für den humanen Gedanken des Genfer Vertrages ein Platzsein und jede Partei sich bestreben das Elend des Schlachtfeldes zu lindern.
Der Krankenpflegedienst einer mobilen Deutschen Armee sondertsich in drei grossen Bereichen. Der erste Bereich umfasst die Feldarmee,die am Feinde operirt, der zweite Bereich umfasst die Etappe, der drittedie Besatzungsarmee des eigenen Landes.
Sanitätspersonal.
Die Leitung des Feldsanitätsdienstes im ersten und zweiten Bereichhat der Chef des Feldsanitätswesens. Jedes Armeeoberkommando hateinen Armeegeneralarzt, jedes Armeekorps einen Korpsarzt, jede Divisioneinen Generaloberarzt als Divisionsarzt. Truppenärzte sind die Regiments-,Bataillons- (Abtheilungs-), Oberärzte, Assistenzärzte und Feldunterärzte.Auf den Verbandplätzen wirken Professoren der Chirurgie als consultirendeChirurgen. Das Hilfspersonal bilden die Lazarethgehilfen mit dem Dienst-grad der, Sanitätsfeldwebel, Sanitätssergeanten, Sanitätsunterofficiere,Sanitätsgefreiten, Sanitätssoldaten, militärischen Krankenwärter 1 ), Kran-kenträger und Hilfskrankenträger. Den Befehl über das Feldlazarethführt der Chefarzt, unter welchem Sanitätsoffieiere wirken, den ärztlichenDienst beim Sanitätsdctachement versieht ein erster Stabsarzt mit Ober-ärzten und Assistenzärzten.
Jeder Etappeninspection ist ein Etappengeneralarzt beigegeben, unterihm steht ein Feldlazarethdirector, unter ihm der leitende Arzt derEtappenlazarethe, die Chefärzte der Kriegslazarethe, der Krankentransport-kommissionen und der Lazarethzüge.
Den Sanitätsdienst innerhalb des Bereiches der Besatzungsarmeeleitet der Chef der Medizinalabtheilung im Kriegsministerium beziehungs-weise der stellvertretende Generalarzt des Generalkommandos. Unter
*) Der Unterricht der Lazarethgehilfen findet seit 1891 in Lazarethgehilfen-sclnüan am Sitz grösserer Garnisonlazarethe statt. Der Unterricht dauert 6 Monate.In den Garnisonen wird fortlaufender Unterricht ertheilt; die praktische Unterweisungfindet am Krankenbett statt. Der Ausfall an Sanitätspersonal während der Aus-bildung wird durch Einziehung aus dem Beurlaubtenstand gedeckt. Die Militär-krankenwärter erhalten Unterricht in den Garnisonlazarethcn. Für den Unterrichtwerden Piedler'sche und Esmarch'sche Tafeln, Skelette und Modelle nach Ben-ninghoven und Messing verwendet. Der Kriegssanitätsdienst ist ganz besonderszum Gegenstand des Unterrichts zu machen, das Personal praktisch anzuweisen, zurSelbstständigkeit zu erziehen und den Kriegsverhältnissen entsprechend zu belehren.Aeltere Lazarethgehilfen werden bei den oberen Oommandos und an Stelle von La-zarethbeamten bei den Feldsanitätsformationen verwendet.