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2,2 (1903)
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123
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Specielle Krankenversorgung für Ciefangene.

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der Morbiditätsfrequenz und halten sie bedingt durch die Verminderungder Qeberfüllung in den Anstalten infolge der Abnahme der Durch-schnittszahl der Gefangenen und ausserdem durch eine im Jahre 1868eingetretene, relativ geringe, aber doch immer wirksame Kostverbesserung;in der Periode von 1878/791882/83 steigt die Zahl des täglichenDurchschnittsstandes, und mit der Ueberfüllung in den Anstalten werdenwiederum die sanitären Verhältnisse ungünstiger. Sie zeigen sich in derletzten fünfjährigen Periode hingegen ausserordentlich günstig, weil mitder Abnahme der Belegungszahl von 1888/89 an, gleichzeitig eine sehrwesentliche Kostverbesserung der Gefangenen nach dem rationellen neuenKostregulativ stattgefunden".

In gleicher Weise wird von demselben Autor der günstige Einflussder ausgezeichneten sanitären Einrichtungen, welche in dem dem Justiz-ministerium unterstehenden Strafgefängniss Plötzensee bei Berlin be-stehen, auf Gesundheit und Sterblichkeit der Gefangenen in folgenderTahelle veranschaulicht.

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Morbidität

Mortalität

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18731877

951

15,3

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39

7;8

0,82

18781882/83

. 1434

20,6

1,4

89

17,8

1,24

1883/84-1887/88

1451

17,9

1,2

85

17,0

1,17

1888/89-1892/93

1G04

22,5

1,4"

74

14,8

0,92

1893/941894/95

1880

30,3

1,6

38

19,0

1,01

Wir ersehen aus allen diesen Darstellungen, wie sich Schritt fürSchritt die Sterblichkeitsverhältnisse in allen Gefängnissen gebesserthaben, und diese Abnahme der Morbidität und Mortalität unter den Ge-fangenen kann nur der grösseren Fürsorge für dieselben und der Auf-besserung der hygienischen Verhältnisse in den Anstalten zugeschriebenwerden, unter denen die Verringerung der Dichtigkeit der Gefängniss-bevölkerung und die erhebliche Verbesserung der Gefangenenkost nichtdie geringste Rolle spielen.

Specilische Gefängnisskrankheiten, wie wir sie mit ihren verheerendenWirkungen in den Gefängnissen der früheren Zeit auftreten sahen,kommen in den Gefängnissen unserer Zeit nicht mehr vor. Ueber-haupt unterscheiden sich in den jetzigen Gefängnissen die Krankheitenim Allgemeinen nicht von denen der Bevölkerung der Umgebung, ins-