Druckschrift 
2,1 (1902)
Entstehung
Seite
708
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708 G. Meyer,

stunden für kranke Kinder, Augenkranke durch eigene Specialisten ab-gehalten.

Auf die einzelnen Jahre vertheilen sich die behandelten Fällewie folgt: Es wurden

behandelt arme Kranke auf den Rettungs-

in der Dispensaire Bacalan:

1891 585 Hülfesuchende

1892 1361

1893

3161

1894

4765

1895

5047

1896

3515

1897

3114

wachen

etc.

versorgt:

1286 Hülfesuchende

3615

ji

4395

>i

4971

»

6858

51

6863

11

6420

51

Die Entwicklung der Stations d'ambulance in Paris ist zum Theilim Aufsatz Krankentransport geschildert. Nach der 1772 erfolgten Er-richtung der Rettungsstationen in Paris durch Pia wurden diese baldüber ganz Frankreich verbreitet, sodass 1782 bereits 223 Rettungs-kästen vertheilt, und 1790 130 Ortschaften mit diesen versehen waren.1806 zur Zeit der Einsetzung des Conseil d'hygiene et de salubrite dudepartement de la Seine wurde die Einrichtung der Stationen geregelt,und die Dienstanweisungen 1808, 1815, 1835, 1842, 1850, 1872, 1891erneuert. Die erste Hülfe für Verunglückte wurde 1850 organisirt.

Voisin schlug bereits 1864 vor, an geeigneten Stellen Rettungs-wachen mit geschulten Wärtern und Material auszurüsten, die bis zurAnkunft des Arztes Hülfe leisten sollten. Die Aerzte sollten nach einerListe telegraphisch herbeigerufen werden. Dieser Vorschlag wurde 1879erneuert.

ßemerkenswerth ist, dass Terrier vor vielen Jahren in einer Er-öffnungsvorlesung auf die Notwendigkeit der Errichtung von Rettungs-wachen in den Krankenhäusern hinwies. Die hierfür von ihm angeführtenGründe entsprechen vollkommen den heute gültigen.

Nebenstehend (S. 709) die Abbildung der Station d'Ambulancesurbaines im Hospital St. Louis.

Diese wurde 1869 begründet und 1887 neu hergestellt. Die ersteEinrichtung war sehr primitiv. Das Gebäude besteht jetzt aus Steinund Eisen und hat in der Mitte eine Remise für 3 Krankenwagen, anderen jeder Seite ein Stall für je 2 Pferde sich befindet. An einerSeite liegt das Fernspreghzimmer und der Wachtsaal für die dienst-habenden Mediciner, auf der anderen befindet sich der Wachtsaal derKutscher und ihre Küche. Ganz ähnlich ist der betreffende Theil derStation mixte, Rue Coulaincourt, deren Abbildung sich auf Seite 472findet. Das Bureau ist mit einer Zahl von Meldestellen in der Stadtverbunden, auch die Apotheken sind in den Rettungsdienst hineinbezogen.Ihr Nachtdienst wurde 1897 in 11 837 Fällen benutzt. Ausser diesenbeiden Stationen ist eine Station d'ambulances urbaines am Markt St.Honore. Diese besitzt 2 Wagen und 3 Pferde. Für den Wachtdienst